CBD Tropfen Full Spectrum bei Spliff · ab 29,00 ⏠· â 4,9/5 (52 Bewertungen)
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Inhalt9 Abschnitte
- Was in Deutschland unter 0,3 % erlaubt ist
- Prozentangaben lesen: was 20, 30 oder 40 % wirklich heiĂen
- Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat: was der Unterschied im Extrakt ist
- Wonach Leute wirklich suchen, wenn sie THC-Ăl eingeben
- Was bei uns im Regal steht: CBD Tropfen und THCX
- Weiterlesen: Cannabisgesetz, Delta-9, Terpene und CBN
- Was ist Cannabisöl eigentlich genau?
- Fazit
- HĂ€ufige Fragen

Du tippst thc öl in die Suchleiste und bekommst drei völlig verschiedene Produkte zurĂŒck: ein Speiseöl aus dem Bioladen, ein Extrakt aus der Pipette und einen Wirkstoff, den es im freien Handel gar nicht gibt. Das ist keine Kleinigkeit. Wer diese drei nicht sauber trennt, kauft am Ende etwas anderes, als er gesucht hat.
Fangen wir beim analytisch simpelsten Fall an. Hanfsamenöl wird kalt aus den Samen gepresst, nicht aus der BlĂŒte, und enthĂ€lt praktisch keine Cannabinoide. Es ist ein Lebensmittel, reich an Omega-FettsĂ€uren, vor allem LinolsĂ€ure und Alpha-LinolensĂ€ure, wie das BfR in seinen Bewertungen zu hanfhaltigen Lebensmitteln beschreibt.[2] Sein Profil ist also ein FettsĂ€uren-Profil, kein Cannabinoid-Profil.
Ein CBD-Ăl entsteht auf einem völlig anderen Weg. Hier wird zuerst ein Extrakt aus CannabisblĂŒten und BlĂ€ttern gewonnen und anschlieĂend in ein TrĂ€geröl eingerĂŒhrt, meist MCT oder eben Hanfsamenöl. Extrakt und TrĂ€geröl sind zwei getrennte Dinge, und genau deshalb bezieht sich die Prozentangabe auf einem Vollspektrum-CBD-Ăl auf den Extraktanteil, nicht auf irgendeine Eigenschaft der Flasche.
Und dann geistert âCannabisölâ durch die Regale, ohne ein definierter Begriff zu sein. HĂ€ndler nutzen es mal fĂŒr das eine, mal fĂŒr das andere. Diese UnschĂ€rfe ist der eigentliche Grund fĂŒr die Dauerverwechslung.
Die Verwirrung entsteht selten beim MolekĂŒl, fast immer beim Etikett. Zwei Flaschen mit identischer Zahl auf der Front können völlig unterschiedliche Extrakte enthalten. Wer das Analysezertifikat liest, erkennt das in dreiĂig Sekunden.
Warum sich Cannabinoide ĂŒberhaupt in Ăl lösen lassen, ist reine Physikochemie: Sie sind lipophil, also fettliebend, und in Wasser kaum löslich. Fett ist das passende Lösungsmittel. Der praktische Vorteil dieses Prinzips: Das TrĂ€geröl ist gleichzeitig Lösungsmittel und Dosierhilfe.
Was in Deutschland unter 0,3 % erlaubt ist
Sobald klar ist, welches der drei Ăle du vor dir hast, wird die nĂ€chste Frage sehr konkret: Wie viel THC darf analytisch ĂŒberhaupt drin sein?

Die Antwort steht im Gesetzestext selbst. § 1 des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) definiert Nutzhanf als Pflanzen der Gattung Cannabis sativa mit einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 %[1]. Dieselbe Schwelle findet sich im EU-Agrarrecht, wo nur HanfflÀchen bis 0,3 % förderfÀhig sind[4].
Entscheidend ist der Bezugspunkt der Messung: das fertige Erzeugnis, nicht die AusgangsblĂŒte. Jede Extraktion konzentriert die lipophilen Inhaltsstoffe der Pflanze auf, Cannabinoide und Terpene gleichermaĂen. Eine BlĂŒte unterhalb des Grenzwerts kann deshalb ein Ăl ergeben, das deutlich darĂŒber liegt, weshalb bei einem seriösen thc öl jede Charge einzeln analysiert wird.
Und damit zu der Zeile, an der im Laborbericht fast jeder hĂ€ngen bleibt. Neben THC, CBD und den weiteren Cannabinoiden steht dort eine Position namens âTHC gesamt“. Der Grund liegt in der Biosynthese: In der lebenden Pflanze liegt kaum freies THC vor, sondern ĂŒberwiegend die SĂ€ureform THCA.
Bei Erhitzung wird THCA decarboxyliert, eine Carboxylgruppe verlĂ€sst das MolekĂŒl als COâ. Laut den DatenblĂ€ttern der PubChem-Datenbank des NCBI werden dabei aus 358,47 g/mol (THCA) 314,46 g/mol (Î9-THC). Der Quotient aus 314,46 und 358,47 ergibt exakt 0,877, und daraus folgt die Formel: THC gesamt = THC + 0,877 Ă THCA.
Rechne es einmal selbst nach: 0,05 % THC plus 0,20 % THCA ergibt 0,05 + 0,175 = 0,225 %. Der Wert bleibt unter der Schwelle, obwohl die Summe der Rohwerte höher wirkt. Genau diesen Umrechnungsfaktor sehe ich in Analysen aus dem Netz am hĂ€ufigsten ĂŒbersehen, dabei entscheidet er ĂŒber die gesamte Bewertung einer Charge.
Prozentangaben lesen: was 20, 30 oder 40 % wirklich heiĂen
Bleibt die Zahl, die auf jedem FlĂ€schchen ganz vorne prangt: das Prozentzeichen. Analytisch betrachtet ist es die unpraktischste Angabe ĂŒberhaupt, weil zwei Ăle erst dann vergleichbar werden, wenn du beide auf dieselbe Einheit umrechnest.
Der Rechenweg ist trivial. Prozent bedeutet hier Massenanteil am Flascheninhalt, und 10 ml entsprechen nÀherungsweise 10 000 mg. Damit stecken in einer 10-ml-Flasche mit 20 % rund 2 000 mg Cannabinoide, bei 30 % rund 3 000 mg, bei 40 % rund 4 000 mg.
| Etikett | mg pro 10-ml-Flasche | rechnerisch mg pro Tropfen |
|---|---|---|
| 20 % | ca. 2 000 mg | ca. 8 mg |
| 30 % | ca. 3 000 mg | ca. 12 mg |
| 40 % | ca. 4 000 mg | ca. 16 mg |
Die zweite Umrechnung lĂ€uft ĂŒber die Tropfenzahl: Aus 10 ml kommen rund 250 Tropfen, ein Tropfen misst also etwa 0,04 ml. Teilst du 2 000 mg durch 250, landest du bei rund 8 mg pro Tropfen. Beide Rechnungen gelten allerdings nur, wenn die Deklaration stimmt: Von 84 in den USA online verkauften CBD-Extrakten waren in einer Stichprobe im Fachjournal JAMA (Bonn-Miller et al., 2017) nur 31 % korrekt etikettiert.
Genau deshalb ist die Angabe CBD pro Flasche in Milligramm die ehrlichere Zahl. Sobald die FĂŒllmengen voneinander abweichen, fĂŒhrt das Prozentzeichen dich in die Irre: 30 ml mit 10 % enthalten rund 3 000 mg und damit mehr Cannabinoide als 10 ml mit 20 %.
Und hier biegen die meisten falsch ab: Ein höherer Prozentsatz heiĂt konzentrierter, nicht stĂ€rker.
Ein letzter Stolperstein beim Vergleich betrifft die BezugsgröĂe. Bei CannabisblĂŒten bezieht sich der Prozentwert auf das Trockengewicht der Pflanze, bei Ălen auf den Flascheninhalt. Wer THC-Ăl und BlĂŒten nebeneinanderlegt, vergleicht also zwei verschiedene Bezugssysteme, und Cannabinoide wie THC und CBD können in beiden Formen völlig unterschiedlich ausgewiesen sein.
Vollspektrum, Breitspektrum, Isolat: was der Unterschied im Extrakt ist
Zwei Ăle mit identischem mg-Wert können analytisch völlig verschieden aussehen. Der Unterschied heiĂt Spektrum: wie viele MolekĂŒle neben dem Hauptcannabinoid ĂŒberhaupt noch im Extrakt stehen.
Genau darauf beziehen sich die drei Begriffe, die dir auf jedem Etikett begegnen. Und sie sagen mehr ĂŒber den Laborbericht als ĂŒber die QualitĂ€t.
| Profil | Was analytisch drin ist | Woran du es im Laborbericht erkennst |
|---|---|---|
| Vollspektrum | CBD, THC in Spuren, weitere Cannabinoide und Terpene | Mehrere Cannabinoid-Zeilen, THC gesamt ausgewiesen |
| Breitspektrum-CBD | Begleitcannabinoide und Terpene bleiben, THC weitgehend entfernt | THC unter Bestimmungsgrenze, restliches Profil vorhanden |
| Isolat | Kristallines EinzelmolekĂŒl, im Handel als hochrein beworben | Eine Zeile, alles andere ân. n.â |
THC ist dabei die psychoaktive Verbindung, fĂŒr die im Analysebericht ein Gesamtwert separat ausgewiesen wird. Genau diese Zeile trennt Vollspektrum von Breitspektrum, nicht die Formulierung auf der Vorderseite.
Zur Reinheit von Isolaten ein Hinweis: Eine einheitliche Reinheitsgrenze existiert nicht. Prozentangaben auf Isolat-Etiketten sind Herstellerangaben aus dem Marktgebrauch. Was zÀhlt, ist der mitgelieferte Analysebericht samt der verwendeten Methode.
Der sogenannte Entourage-Effekt ist eine bis heute unbelegte Hypothese: Sie nimmt an, dass Cannabinoide und Terpene im Zusammenspiel anders wirken könnten als isoliert, belegt ist das nicht. Formuliert hat diese Hypothese unter anderem Ethan B. Russo in âTaming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effectsâ, British Journal of Pharmacology, 2011.
Wichtig: Der Entourage-Effekt ist bis heute eine Hypothese und kein belegter Wirkmechanismus. Wer den sogenannten Entourage-Effekt als Verkaufsargument verwendet, geht ĂŒber den Forschungsstand hinaus. Ich formuliere das bewusst hart, weil kaum ein Begriff so oft ĂŒberdehnt wird.
Das Spektrum entsteht ĂŒbrigens nicht nur in der Pflanze, sondern auch im Verfahren. Bei der Winterisation wird der Rohextrakt in kaltem Ethanol gelöst, damit Wachse und Lipide ausfallen und abfiltriert werden können.
Bei der COâ-Extraktion und beim anschlieĂenden Eindampfen gehen leichtflĂŒchtige Terpene teilweise verloren. Das verschiebt das Aromaprofil messbar, und zwar lange bevor ĂŒberhaupt ein Etikett gedruckt wird.
Deshalb lohnt der Blick in die Cannabinoid-Tabelle statt aufs Schlagwort. Wenn dich Nebencannabinoide interessieren, ist die Zeile zu CBN ein guter Indikator dafĂŒr, wie vollstĂ€ndig ein als thc öl gesuchtes Vollspektrum-Produkt tatsĂ€chlich analysiert wurde.
Wonach Leute wirklich suchen, wenn sie THC-Ăl eingeben
Bleibt die Frage, die kein Analysenzertifikat beantwortet: Was hast du eigentlich gesucht, als du thc öl in die Suchleiste getippt hast? Von den drei Bedeutungen, die weiter oben sortiert wurden, lassen sich in einem Shop nur zwei ĂŒberhaupt bedienen.
Erstens: ein Vollspektrum-Ăl. Da bist du hier richtig. Auch Suchen wie âTHC Ăl Preis“ fallen in diese Schublade.
Zweitens: ein Speiseöl mit Omega-FettsÀuren, das nach Lebensmittelrecht bewertet wird, wozu das BVL eigene Fragen und Antworten veröffentlicht[3]. Andere Kategorie, andere Regeln, anderes Preisniveau.
Drittens: ein verschreibungspflichtiges PrĂ€parat fĂŒr Patient:innen. Wer das sucht, ist in einem Shop an der falschen Adresse.
Was bei âTHC-Ăl Wirkung“ oder âNebenwirkungen“ zu den hĂ€ufigsten Fragen gehört, beantworte ich hier bewusst nicht. Eine Produktseite ist nicht der Ort fĂŒr Aussagen ĂŒber Wirkungen am Menschen. Ich schreibe lieber ĂŒber MolekĂŒle als ĂŒber Erwartungen.
Chemisch gilt fĂŒr alle öligen Zubereitungen dasselbe: dunkel, kĂŒhl und dicht verschlossen lagern, die Pipette nie offen liegen lassen. Monoterpene sind flĂŒchtig, und Licht plus WĂ€rme treiben die Oxidation an, aus THC wird ĂŒber die Zeit CBN.
Ein Laborbericht beschreibt den Zustand bei AbfĂŒllung, nicht den nach vier Wochen auf der Fensterbank. Genau das vergessen die meisten. Wer sein Ăl richtig lagert, hat lĂ€nger das Profil im Glas, fĂŒr das er bezahlt hat.
Was bei uns im Regal steht: CBD Tropfen und THCX
Bleiben die Produkte selbst. FĂŒr die beiden Absichten, die sich im freien Handel ĂŒberhaupt bedienen lassen, gibt es bei uns zwei Regale.
Die Vollspektrum-Ăle findest du unter CBD Tropfen: 20 % fĂŒr 29 âŹ, 30 % fĂŒr 39 ⏠und 40 % fĂŒr 49 ⏠(Stand 09/2026). Rechne die Prozentangabe wie weiter oben in Milligramm um, dann vergleichst du die drei Stufen auf derselben analytischen Basis und nicht ĂŒber das Etikett.
Daneben stehen die THCX BlĂŒten ab 23,70 ⏠(Stand 09/2026). THCX ist ein Handelsname, kein MolekĂŒl: jede Charge wird im Labor getestet, klassifizierte MolekĂŒle werden nicht nachgewiesen. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice; das Wirkprofil steht so, wie es die jeweilige Produktseite beschreibt.
Womit wir beim einzigen Kriterium wĂ€ren, das im Zweifel wirklich zĂ€hlt: dem Analysezertifikat. Jede Charge geht ins Labor, und dort steht chromatographisch sauber aufgeschlĂŒsselt, wie sich THC, CBD und die ĂŒbrigen Cannabinoide verteilen und welchen Wert âTHC gesamtâ erreicht. Welcher Extrakt fĂŒr die Herstellung von Cannabisöl eingesetzt wurde, verrĂ€t die Vorderseite eines FlĂ€schchens nie. Das Zertifikat schon. Dieselbe Zertifikatslogik gilt auch beim Vape Pen mit THC-Ăl, wo die KartuschenfĂŒllung genauso im Labor geprĂŒft werden sollte.
Weiterlesen: Cannabisgesetz, Delta-9, Terpene und CBN
Ein einzelner Artikel kann die Verzweigungen dieses Themas nur anreiĂen. FĂŒr jede Frage, die dabei zwangslĂ€ufig aufgeht, gibt es eine eigene Seite mit mehr analytischer Tiefe.
- Cannabisgesetz: der rechtliche Rahmen im Detail, samt der Mengenangaben, die ich hier bewusst nicht wiederhole.
- Delta-9-THC: das MolekĂŒl selbst, seine Nomenklatur und die Frage, warum ausgerechnet die Position der Doppelbindung im Ringsystem den Namen bestimmt.
- Terpene: die flĂŒchtigste Fraktion im Extrakt, mit ihren Siedepunkten und dem physikalischen Grund, warum sie bei jedem Verarbeitungsschritt als Erstes verloren geht.
- CBN: das Oxidationsprodukt, das entsteht, wenn BlĂŒten oder Extrakte ĂŒber lĂ€ngere Zeit Licht, WĂ€rme und Sauerstoff ausgesetzt sind. Genau deshalb trĂ€gt jedes Analysezertifikat ein Datum.
- Zubehör CBD & THC: Grinder, Papers, Filter und alles, was mit Ălen nichts zu tun hat, aber zum Rest des Sortiments gehört.
FĂŒr den Einstieg empfehle ich eine Reihenfolge. Erst die Begriffe klĂ€ren, dann den Rechtsrahmen, dann die Analytik. Wer diese drei Ebenen einmal sauber getrennt hat, liest jedes Etikett anders.
Praktisch heiĂt das: Die Produktseiten unter CBD Tropfen beantworten die Frage nach Konzentration und Spektrum, die Themenseiten die Frage nach Chemie und Recht. Beides zusammen ergibt das Bild, das hinter der Suchanfrage thc öl eigentlich gesucht wird.
Die Cluster-Seiten erweitern wir fortlaufend, weil sich der Rechtsrahmen bewegt und weil sich Analysemethoden weiterentwickeln.
Was ist Cannabisöl eigentlich genau?
âCannabisölâ ist kein geschĂŒtzter Begriff, sondern ein Sammelbegriff fĂŒr sehr unterschiedliche Produkte: von Hanfsamenöl ohne nennenswerte Cannabinoide bis zu Extrakten mit CBD oder, fĂŒr medizinische Zwecke verschrieben, medizinisches Cannabisöl mit höherem THC-Anteil. Die Bezeichnung auf dem Etikett sagt wenig, entscheidend ist, was tatsĂ€chlich im Analysezertifikat steht.
Im Handel landest du mit dem Suchbegriff bei ganz verschiedenen Flaschen. Viele davon enthalten fĂŒr die Herstellung Cannabisöl-Extrakte aus BlĂŒten, andere sind reine Speiseöle ohne relevante Wirkstoffe. Nur ein Blick ins Laborprotokoll bringt Klarheit.
Ein Grund fĂŒr den Hype um Vollspektrum-Produkte ist der sogenannte Entourage-Effekt: die Annahme, dass Cannabinoide und Terpene zusammen anders wirken als isoliert. Das ist keine Garantie, sondern ein Forschungsfeld.
- Hanfsamenöl: Lebensmittel, kaum Cannabinoide
- CBD-Ăl: Extrakt plus TrĂ€geröl, Prozentangabe bezieht sich auf den Extrakt
- Medizinisches Cannabisöl: Àrztlich verordnet, oft höherer THC-Gehalt
Bei den Preisen inkl. MwSt. lohnt sich der Vergleich zwischen Konzentration und FlaschengröĂe, nicht nur die Zahl auf dem Etikett.
Fazit
Am Ende lÀuft alles auf eine einzige analytische Frage hinaus: Welches der drei Produkte hÀltst du gerade in der Hand?
Drei Handgriffe reichen, um das herauszufinden: den THC-gesamt-Wert im Zertifikat prĂŒfen, checken ob es sich um Extrakt oder Speiseöl handelt, und die Chargennummer mit dem Etikett abgleichen.
Fragen zu Schmerzen oder medizinischen Anwendungen beantworte ich nicht, das ist Sache der Mediziner. Kein Produkt aus dem freien Handel ist dafĂŒr gedacht.
Und wenn du jetzt stöbern willst: Die Vollspektrum-Ăle und die laborgeprĂŒften BlĂŒten liegen in ihren jeweiligen Kategorien im Shop. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice.
HĂ€ufige Fragen
Was ist THC-Ăl?
Der Begriff bezeichnet in der Praxis drei unterschiedliche Produkte: Hanfsamenöl aus der KĂŒche, Vollspektrum-Extrakte aus Nutzhanf und THC-reiche Extrakte, die es bei Spliff gar nicht gibt. Welches davon vor dir steht, zeigt erst das Analysezertifikat.
Ist THC-Ăl in Deutschland legal?
Kommt darauf an, woraus es besteht. THC-Ăl aus CannabisblĂŒten oder Harz ist nach dem Konsumcannabisgesetz (KCanG, in Kraft seit 1. April 2024) Cannabis: Erwachsene dĂŒrfen nach § 3 KCanG bis zu 25 Gramm zum Eigenkonsum besitzen, Handel und Herstellung verbietet § 2 KCanG, und Anbauvereinigungen geben nach § 19 KCanG ausschlieĂlich Marihuana oder Haschisch weiter[10]. Nicht darunter fĂ€llt Nutzhanf nach § 1 Nr. 9 KCanG: Pflanzen aus zertifiziertem Saatgut oder mit höchstens 0,3 Prozent THC, deren Verwendung ausschlieĂlich gewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschlieĂen[1]. Als Arzneimittel gibt es THC-haltige Zubereitungen nur auf Ă€rztliche Verschreibung aus der Apotheke (Medizinal-Cannabisgesetz vom 27. MĂ€rz 2024)[11]. Stand: 05.10.2026.
Was ist der Unterschied zwischen THC-Ăl und CBD-Ăl?
CBD-Ăl ist als Vollspektrum-Extrakt so formuliert, dass CBD dominiert, wĂ€hrend der THC-Anteil gering bleibt. Beide enthalten dennoch weitere Cannabinoide und werden oft mit dem sogenannten Entourage-Effekt beworben, einem Begriff fĂŒr eine Hypothese, nicht fĂŒr einen belegten Wirkmechanismus.
Ist Hanföl dasselbe wie Cannabisöl?
Nein. Hanfsamenöl wird kalt aus den Samen gepresst und enthĂ€lt praktisch keine Cannabinoide, sondern vor allem Omega-FettsĂ€uren. âCannabisölâ ist dagegen kein fest definierter Begriff: Gemeint ist meist ein Extrakt aus BlĂŒten und BlĂ€ttern in einem TrĂ€geröl, mit einem völlig anderen analytischen Profil.
Wie viel THC darf ein Ăl enthalten?
Laut § 1 KCanG darf Nutzhanf höchstens 0,3 % THC enthalten, dieselbe Schwelle gilt auch im EU-Agrarrecht fĂŒr förderfĂ€hige AnbauflĂ€chen. Liegt der Wert im fertigen Ăl darĂŒber, handelt es sich nicht mehr um ein legal erhĂ€ltliches Produkt.
Was bedeutet Vollspektrum?
Vollspektrum meint, dass neben dem Hauptcannabinoid noch zahlreiche weitere MolekĂŒle im Extrakt vorhanden sind, statt eine isolierte psychoaktive Verbindung fĂŒr sich allein zu enthalten. Diese Angabe steht auf dem Etikett und sagt mehr ĂŒber den Laborbericht als ĂŒber die eigentliche QualitĂ€t des Ăls aus.
Was heiĂt 20 % auf dem Etikett?
Den Massenanteil der Cannabinoide am Flascheninhalt: In 10 ml stecken damit rund 2 000 mg. Ob das stimmt, zeigt allerdings nur die Analyse. In einer JAMA-Stichprobe von 2017 war nicht einmal ein Drittel der geprĂŒften CBD-Extrakte korrekt deklariert.
Woran erkenne ich ein geprĂŒftes Ăl?
Am Analysezertifikat der Charge: Die Chargennummer passt zur Flasche, ein Analysedatum ist angegeben und die Zeile âTHC gesamtâ ist ausgewiesen. Das Datum zĂ€hlt, weil sich Cannabinoidprofile mit der Zeit durch Oxidation verĂ€ndern können.
Quellen
- § 1 Konsumcannabisgesetz (KCanG) â Begriffsbestimmungen, Bundesamt fĂŒr Justiz â www.gesetze-im-internet.de
- Fragen und Antworten zu den gesundheitlichen Risiken von hanfhaltigen Lebensmitteln â Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) â www.bfr.bund.de
- FAQ Cannabidiol â Bundesamt fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) â www.bvl.bund.de
- Verordnung (EU) 2021/2115 (GAP-Strategieplan, Hanf) â EUR-Lex â eur-lex.europa.eu
- Tetrahydrocannabinol â PubChem, National Library of Medicine â pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
- Russo, E. B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid-terpenoid entourage effects. British Journal of Pharmacology â doi.org
- Bonn-Miller, M. O. et al. (2017). Labeling Accuracy of Cannabidiol Extracts Sold Online. JAMA 318(17), 1708â1709 â doi.org
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 27. MĂ€rz 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 109), §§ 2, 3 und 19, in Kraft seit 1. April 2024 â Bundesamt fĂŒr Justiz â www.gesetze-im-internet.de
- Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG) vom 27. MĂ€rz 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 109), § 3 â Bundesamt fĂŒr Justiz â www.gesetze-im-internet.de















