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Moonrocks: Aufbau, Herstellung, Wirkstoffgehalt & Preise

Inhalt8 Abschnitte
  1. Aufbau: die drei Schichten einer Moonrock
  2. Wie werden Moonrocks hergestellt?
  3. Wirkstoffgehalt: warum Moonrocks so stark sind
  4. CBD, CBN und THCX: die Moonrock-Varianten in Deutschland
  5. Moonrocks richtig konsumieren: Joint und Vaporizer
  6. Moonrocks, Haschisch, Blüten: der Unterschied
  7. Preise: was Moonrocks kosten (Stand September 2026)
  8. Häufige Fragen
Moonrocks: Hanfblüte in Extrakt getaucht und in Kief gewälzt
Moonrock im Querschnitt: Blüte als Kern, Extrakt als Mittelschicht, Kief als Hülle. Genau diese Schichtung erklärt den Gehalt.

Moonrocks sind Hanfblüten, in Extrakt getaucht und in Kief gewälzt. Ein Format, keine Sorte: drei Schichten mit drei unterschiedlichen Konzentrationen an Cannabinoiden und Terpenen, deshalb liegt der Wirkstoffgehalt über dem einer reinen Blüte.

Diese Unterscheidung ist der ganze Knackpunkt, analytisch wie praktisch. Steht auf dem Etikett ein Sortenname, benennt er die Basisblüte im Kern, nicht das Produkt. Das Format bleibt identisch, egal ob darunter eine Gelato oder eine Nutzhanfblüte steckt: die Sorte verschiebt das Terpenprofil, die Schichtung bestimmt den Gehalt.

Deshalb ist ohne Chargenzertifikat jede Prozentangabe auf einer Moonrock-Dose eine Herstellerangabe, kein Messwert. Extrakt und Kief verteilen sich nie perfekt homogen über das Nugget, die Streuung zwischen beworbenem und gemessenem Gehalt ist bei diesem Format größer als bei einer reinen Blüte.

Steckbrief Moonrocks
Aufbau 3 Schichten: Blüte (Kern) · Extrakt (Mitte) · Kief (Hülle)
Ursprung USA, Anfang der 2010er; populär durch Rapper Kurupt mit „Kurupt’s Moonrock“ (ca. 2014)
Wirkstoffgehalt US-Originale bewerben über 50 % THC (Herstellerangabe, nicht laborvalidiert); in Deutschland CBD-, CBN- und Neo-Cannabinoid-Varianten unter Handelsnamen wie THCX
Konsum nicht mahlen, sondern bröckeln; mit Blüten mischen

Zur Terminologie, damit wir sauber bleiben: moon rock, moon rocks, moonrock weed oder cbd moonrocks bezeichnen exakt dasselbe Format. Verwandt, aber chemisch nicht gleich sind Ice Rocks, bei denen kristallines Isolat statt Kief die äußere Schicht bildet. Und nein, mit Mondgestein hat die Sache nichts zu tun.

Was du hier bekommst: eine nachvollziehbare Rechnung zum Gehalt, echte Grammpreise, die Praxis am Joint und im Vaporizer, dazu die Rechtslage.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Was du nach dem Lesen kannst: eine Moonrock am Aufbau beurteilen, ihren Gehalt grob abschätzen und sie richtig konsumieren.

  • Qualität erkennen: geschlossene, matt-pudrige Kief-Hülle, erkennbarer Blütenkern, frisches statt staubiges Kief.
  • Gehalt einordnen: das Mischungsverhältnis der Schichten entscheidet, die verlässliche Zahl steht nur im Analysezertifikat der Charge.
  • Richtig konsumieren: nicht mahlen, sondern bröckeln, im Joint immer mit Blüten mischen, im Vaporizer 200–210 °C.

CBD ist kein Arzneimittel und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Konsultieren Sie im Zweifelsfall medizinisches Fachpersonal.

Aufbau: die drei Schichten einer Moonrock

Jede der drei Schichten übernimmt eine eigene Funktion. Wer diese Anatomie einmal durchdacht hat, beurteilt eine Moonrock, bevor er das Etikett gelesen hat; meistens reicht ein Blick.

Der Kern: die getrocknete Blüte. Sie liefert das Trägergerüst, an dem alles andere haftet, plus das Basisprofil an Cannabinoiden und Terpenen. Eine sauber getrocknete Indoor-Blüte bringt ein vollständiges Terpenbild mit. Eine ausgelaugte Blüte schmeckt auch unter zwei Schichten Harz nach nichts.

Die Basis ist also kein Füllmaterial. Terpene sind die flüchtigste und thermisch empfindlichste Fraktion der Pflanze, entsprechend prägt der Kern das Aroma des fertigen Produkts stärker, als die meisten erwarten.

Die Mitte: Extrakt oder Wax. Diese Schicht arbeitet doppelt, als Klebstoff und als Wirkstoffträger. Die Viskosität entscheidet über das Ergebnis: zu dünnflüssig, und das Extrakt zieht ins Blütengewebe ein statt Kief zu binden. Zu zäh, und die Hülle bleibt lückenhaft.

Die Hülle: Kief. Kief ist abgesiebtes Harz, also die mechanisch von der Pflanze getrennten Trichome. Trichome sind Drüsenhaare auf Blüten und Blatträndern, mikroskopische Köpfchen auf einem Stiel. Genau dort synthetisiert und speichert die Pflanze ihre Cannabinoide und Terpene, wie Andre, Hausman und Guerriero (2016) in ihrer Übersicht zur Phytochemie von Cannabis sativa zusammenfassen.

Damit ist die Konzentration erklärt. Beim Sieben löst sich das Drüsengewebe vom Blatt- und Stängelmaterial, das im Wesentlichen aus Zellulose besteht und kaum Wirkstoff trägt.

Übrig bleibt Harz nahezu ohne Ballast. Deshalb liegt der THC Gehalt beziehungsweise der CBD Gehalt im Kief prinzipbedingt über dem der Blüte, aus der es gesiebt wurde.

💡 Merkregel: Kief ist Hasch, das noch nicht gepresst wurde. Presst man abgesiebte Trichome unter Druck und moderater Wärme, entsteht klassisches Haschisch: Herstellung und Sorten. In Moonrocks bleibt dasselbe Harz absichtlich lose, damit es an der Extraktschicht haften kann.

Zwei Details verraten dir, wie sorgfältig gearbeitet wurde: eine geschlossene, matt-pudrige Kief-Hülle ohne kahle Stellen, und ein Kern, der sich noch als Blüte erkennen lässt statt als formloser Klumpen. Beide Merkmale sagen mehr über die Verarbeitungsqualität als jede Zahl auf der Verpackung.

Kennzahlen — Aufbau: die drei Schichten einer Moonrock
Kennzahlen : 1 Angabe

Wie werden Moonrocks hergestellt?

Damit aus drei Schichten ein fertiger Brocken wird, braucht es weniger Technik als Timing. Der Ablauf ist in jeder Manufaktur derselbe, nur die Sorgfalt unterscheidet sich.

  • Blüte auswählen: feste, gut ausgehärtete Buds mittlerer Größe, die genug Oberfläche bieten und trotzdem kompakt bleiben.
  • Extrakt auftragen: das Konzentrat wird leicht erwärmt, bis es streichfähig ist, und die Blüte darin getaucht oder damit bestrichen.
  • In Kief rollen: sofort, solange die Oberfläche klebrig ist, sonst haftet die Hülle nur fleckig.
  • Aushärten lassen: offen und schattig, bis die Oberfläche trocken genug für Transport und Lagerung ist.

Handwerkliche Chargen erkennst du an der gleichmäßigen Hülle: kein nackter Fleck, keine dicke Kruste an der Unterseite. Industrielle Produktion punktet dagegen bei der Chargenkonsistenz, weil Auftrag und Trocknung maschinell reproduzierbar sind.

Zwei Schwachstellen tauchen immer wieder auf. Zu feuchtes Extrakt lässt den Brocken innen nie richtig durchtrocknen, was ihn schwer entzündbar und anfällig macht. Altes Kief bringt oxidierte Terpene mit, und dann riecht selbst ein technisch sauber gebauter Bud nach Heu statt nach Harz.

💡 Drei Qualitätsparameter, die du am Produkt selbst prüfen kannst: eine Indoor- oder Hydrokultur-Blüte als Kern, ein klares, sauber gefiltertes Extrakt ohne Pflanzenrückstände und frisches, hell duftendes Kief. Bei CBD-Varianten gilt dasselbe: frisches CBD-Kief riecht harzig-würzig, altes staubig.

Die Qualität hängt also weniger am Cannabinoid als am Aufbau. Ob als Kern eine CBD-Blüte dient und ob das Extrakt CBD, CBN oder ein anderes Hanf-Cannabinoid trägt: die drei Schichten entscheiden, nicht das Etikett.

Wer Moonrocks länger aufbewahrt, sollte sie kühl, dunkel und luftdicht lagern. Licht und Sauerstoff greifen zuerst die Monoterpene an, weil sie die flüchtigsten Moleküle im Profil sind. Danach sinkt auch der Gehalt an intakten Cannabinoiden in der äußeren Schicht, weil THC oxidativ zu Cannabinol (CBN) abgebaut wird.

Und dann gibt es die aufgewertete Variante: Sunrocks. Gleiches Prinzip, anderes Bindemittel. Statt eines klassischen Öls kommt Rosin oder Live Resin zum Einsatz.

Rosin wird rein mechanisch durch die Kombination von Hitze und Druck gewonnen, also völlig ohne Lösungsmittel: Die Harzdrüsen platzen, das Öl fließt aus. Live Resin entsteht aus frisch gefrorenem Pflanzenmaterial, das nie eine Trocknungsphase durchläuft, weshalb die flüchtigen Terpene im Extrakt bleiben statt zu verdampfen.

Beide Extrakte sind analytisch reiner und aromatisch dichter als ein Standardöl. Entsprechend liegen Sunrocks in Konzentration und Terpenprofil über einer klassischen Moonrock. Und ja, das merkst du am Preis pro Gramm: die Preisspanne zwischen Standardware und einer Rosin-Variante ist deutlich, weil das Bindemittel selbst schon das teuerste Bauteil ist.

Wirkstoffgehalt: warum Moonrocks so stark sind

Bleibt die analytisch entscheidende Frage: was steckt am Ende wirklich drin? Das lässt sich abschätzen, auch ohne einer Zahl auf dem Etikett zu vertrauen. Du brauchst nur die typischen Gehaltsspannen der drei Schichten und ein Mischungsverhältnis.

Die Rechnung arbeitet mit Orientierungsspannen, keine normierten Größen: Getrocknete Blüten liegen üblicherweise bei 10–20 % Cannabinoiden (das Drogenlexikon von drugcom.de nennt für Blüten am Markt zweistellige THC-Gehalte), lösungsmittelbasierte Extrakte erreichen laut Raber, Elzinga und Kaplan (2015) 60–80 % und mehr, abgesiebtes Kief liegt dazwischen bei 30–50 %. Der Rest ist ein gewichtetes Mittel aus diesen Spannen, also simple Prozentrechnung:

Schicht Typische Spanne Rechenwert Massenanteil Beitrag
Blüte 10–20 % 15 % 70 % 10,5 %
Extrakt 60–80 % 70 % 15 % 10,5 %
Kief 30–50 % 40 % 15 % 6,0 %
Gesamt n. a. n. a. 100 % ≈ 27 %

Verschiebst du die Anteile auf 60 % Blüte, 20 % Extrakt und 20 % Kief, landet dieselbe Rechnung schon bei rund 31 %. Zwei Brocken aus identischer Basisblüte können also analytisch weit auseinanderliegen. Das Mischungsverhältnis entscheidet, nicht die Sorte.

Verlässlich ist deshalb ausschließlich das Analysezertifikat der jeweiligen Charge, üblicherweise per HPLC erstellt. Alles andere bleibt Schätzung, die Rechnung oben eingeschlossen.

💡 Beim Zertifikat auf vier Dinge schauen: Chargennummer, Ausstellungsdatum, prüfendes Labor und ob der Gesamtgehalt oder nur die neutrale Form ausgewiesen ist.

Genau der letzte Punkt wird gern übersehen. In der Pflanze liegen Cannabinoide überwiegend als Säureformen vor, CBDA statt CBD, und gehen erst durch Decarboxylierung beim Erhitzen in die neutrale Form über[2]. HPLC trennt beide Spezies, weshalb Labore häufig „Total CBD“ als rechnerischen Summenwert ausweisen.

Im Handel werden hoch deklarierte cbd moonrocks mit bis zu 80 % CBD ausgewiesen, CBN-Varianten mit rund 80 % CBN. Beides sind reine Herstellerangaben aus Produktdatenblättern, nachprüfbar allein über das jeweilige Chargenzertifikat. Solche Werte entstehen ohnehin nur bei klar zu Extrakt und Kief verschobenen Massenanteilen und hochgereinigtem Konzentrat.

Handelsnamen sagen analytisch nichts: Ein Sortenname auf der Dose beschreibt die Basisblüte und damit Aroma und Terpenprofil, über die Stärke verrät er nichts. Wenn du vergleichen willst, nimm Moonrocks mit einsehbarer Chargenanalyse als Referenzpunkt und lies das Datenblatt, nicht den Namen.

Moon Rock CBD von Spliff: Hanfblüte mit Extrakt- und Kief-Hülle in Nahaufnahme

CBD, CBN und THCX: die Moonrock-Varianten in Deutschland

Welches Cannabinoid in Extrakt und Hülle sitzt, entscheidet in Deutschland darüber, was du überhaupt in den Warenkorb legen kannst. Drei Varianten sind real im Umlauf, unterschiedlich ist ausschließlich die Beladung der beiden äußeren Schichten.

CBD-Moonrock. Der Kern ist eine Nutzhanfblüte, die den für Nutzhanf geltenden THC-Grenzwert von 0,3 % nicht überschreitet[6]. Kein Rausch, dafür ein deutlich dichteres Aromaprofil als bei einer nackten Blüte, weil Kief und Extrakt zusätzliche Terpenfraktionen aufsatteln.

Wer nach moonrocks cbd sucht, landet praktisch immer bei dieser Variante. Analytisch betrachtet ist sie der zugänglichste Einstieg ins Format.

CBN-Moonrock. CBN entsteht nicht de novo in der Pflanze, sondern durch Oxidation: THC baut über Zeit, Licht und Sauerstoff zu Cannabinol ab. Genau deshalb schmecken CBN-Extrakte erdiger und weniger spitz als CBD-Konzentrate. Konsumenten greifen überwiegend am späten Abend danach, und das beschreibt eine Gewohnheit, kein Versprechen.

THCX-Moonrock. THCX ist ein Handelsname, keine definierte Molekülspezies. Dahinter stehen aus Hanf gewonnene Neo-Cannabinoide; Wirkprofil und Terpene beschreibt die jeweilige Produktseite, hier bewerten wir nur den Aufbau.

Der einzige analytisch prüfbare Punkt: Jede Charge wird im Labor auf die klassifizierten Moleküle untersucht, und keines davon wird nachgewiesen.

Variante Kern · Extrakt · Hülle Wirkung (beschreibend) Für wen
CBD Nutzhanfblüte · CBD-Extrakt · Kief kein Rausch, aromatisch intensiv Einstieg ins Format
CBN Nutzhanfblüte · CBN-Extrakt · Kief kein Rausch, erdiges Profil Abendliches Ritual
THCX Indoor-Blüte · angereichertes Wax · Kief siehe Produktseite Erfahrene Konsumenten

Auf dem Etikett steht oft zusätzlich die Genetik der Basisblüte. Das ist eine reine Herkunftsangabe zum Kern und sagt nichts über die Beladung der beiden äußeren Schichten aus.

💡 Lagerung: luftdicht, dunkel, aber nicht im Kühlschrank, sonst zieht Feuchtigkeit ins Kief.

Du willst Cannabinoide ohne Rauch und ohne Dosierrätsel? Dann ist CBD Öl die analytisch sauberere Wahl, weil dort die Konzentration pro Tropfen bekannt ist. Das Moonrock-Format lohnt sich, wenn du Konzentration im Rauch suchst und bereit bist, in sehr kleinen Mengen anzufangen.

Moonrocks richtig konsumieren: Joint und Vaporizer

Bei der Handhabung gilt für jede Variante dieselbe Regel, und der häufigste Fehler passiert dabei in den ersten zehn Sekunden.

Der Grinder bleibt zu. Das Extrakt in der Mitte hat bei Raumtemperatur eine viel zu niedrige Viskosität für Mahlzähne, es verklebt sie schlicht, und die Kief-Hülle bleibt als teurer Belag im Deckel hängen. Was du mahlst, verlierst du.

Zerteile den Brocken stattdessen mit den Fingern oder, deutlich sauberer, mit einer kleinen Schere über einem Teller oder einem Rolling Tray. Was dabei abrieselt, ist reines Trichom-Material und wandert direkt mit in den Joint. Kalte Finger und ein kurz gekühltes Stück machen die Sache spürbar weniger schmierig, weil die Harzfraktion bei niedrigerer Temperatur fester wird.

💡 Egal ob auf dem Etikett moon rock, moonrock oder moonrocks steht: das Produkt gehört nie in den Grinder, sondern immer in die Hand.

Im Joint nie pur. Reine Stücke brennen ungleichmäßig ab, gehen ständig aus und laufen an der Seite runter, weil das geschmolzene Harz der Glut wegläuft. Misch die Brocken mit normalen Blüten und leg sie in die Mitte der Tüte, nicht ans Mundstück und nicht an die Spitze.

So zündet die Blüte zuerst, das Konzentrat kommt gleichmäßig nach, und du hast keinen Runner nach zwei Zügen.

Im Vaporizer brauchst du mehr Hitze als bei reiner Blüte: etwa 200–210 °C. Der Grund ist physikalisch: Cannabinoide sieden laut McPartland und Russo (2001) zwischen 157 und 185 °C, die leichtflüchtigen Monoterpene der Blüte deutlich früher, und im Extrakt sitzt der Wirkstoff dichter. Konvektionsgeräte kommen mit dem Format besser klar als Konduktionsköpfe, bei denen das Harz direkt auf die heiße Kammerwand läuft und dort verbrennt statt zu verdampfen.

  • Kammer nur locker füllen, ein kleines Stück auf ein Bett aus Blüten legen.
  • Sieb und Kammer nach jeder Session reinigen, Isopropanol und ein Wattestäbchen reichen (Harzrückstände sind alkohollöslich).
  • Ein Konzentrat-Einsatz oder Edelstahl-Pad spart dir die halbe Putzarbeit.
⚠️ Fang klein an, gerade für Anfänger: ein Krümel, dann warten. Beim Rauchen setzt die Wirkung über wenige Minuten ein, nachgelegt wird erst danach und nicht währenddessen.

In der Hosentasche wird aus einem sauber gerollten Brocken innerhalb eines Tages ein Klumpen ohne Hülle.

Welche Temperatur und welches Heizprinzip sich für Blüten mit Extrakthülle eignen, erklärt der Ratgeber zu Vaporizern für THC und Hanfblüten.

Moonrocks, Haschisch, Blüten: der Unterschied

Bleibt die analytische Frage, wann sich der geschichtete Brocken überhaupt rechnet und wann ein anderes Format die klügere Wahl ist. Realistisch stehen dir drei Darreichungsformen zur Verfügung. Ihre Stärken liegen an völlig verschiedenen Stellen der Kette aus Wirkstoffdichte, Dosierbarkeit und Aroma.

Format Herstellung Konzentration (relativ) Konsumform Grammpreis (relativ)
Blüte getrocknet, ausgehärtet Basis Joint, Vaporizer, Pfeife niedrig
Haschisch gepresstes Kief höher als Blüte gebröselt oder erwärmt, mit Blüte gemischt mittel
Moonrock Blüte + Extrakt + Kief am höchsten der drei gebröckelt, immer mit Trägerblüte hoch

Haschisch ist der pragmatische Mittelweg, und zwar aus einem rein physikalischen Grund: gepresstes Kief ist ein homogenes Harzmaterial. Eine abgekrümelte Menge lässt sich deshalb reproduzierbar abschätzen, was bei einem heterogen geschichteten Brocken naturgemäß schwerer fällt. Für die milde Schiene führt das zu CBD Hash, für die intensivere zu THCX Hash.

Blüten behalten zwei Vorteile, die kein Konzentrat einholt: die feinste Dosierkontrolle und das breiteste Sortenangebot. Das Aroma stammt hier direkt aus dem Terpenprofil der Pflanze, nicht aus einer aufgetragenen Extraktschicht. Und praktisch betrachtet sind sie das Trägermaterial, ohne das Moonrock-Stücke im Joint gar nicht sauber abbrennen.

💡 Faustregel: Wer Sortenvielfalt, Geschmack und feine Steuerung sucht, bleibt bei Blüten. Wer Wirkung auf kleinem Volumen will, greift zum Moonrock und behandelt es als Zusatz, nicht als Grundstoff.
ℹ️ Rechtslage: thc moonrocks aus dem US-Markt bezeichnen THC-beladene Chargen. In Deutschland fallen sie unter das KCanG (Besitz bis 25 g für Erwachsene, kein freier Verkauf, Details im Ratgeber zum Cannabisgesetz); im regulären Sortiment findest du die CBD-, CBN- und THCX-Ausführungen des Formats. Im Straßenverkehr gilt unabhängig vom Format der Grenzwert von 3,5 ng/ml THC im Blutserum nach § 24a StVG, mehr dazu im Ratgeber zum THC-Test.

Preise: was Moonrocks kosten (Stand September 2026)

Bleibt die Größe, in der sich der Aufwand aus den drei Schichten beziffern lässt: der Grammpreis. Die folgenden Werte stammen aus unserer eigenen Preisliste (Spliff-Sortiment, Stand September 2026), alle Angaben inkl. MwSt., zzgl. Versand.

Variante 3 g 5 g 10 g 20 g
Moon Rock CBD (80 % CBD, Hydrokultur-Blüte) 20,40 € (6,80 €/g) 6,40 €/g 6,00 €/g 5,40 €/g
Moon Rock CBN 21,30 € (7,10 €/g) n. v. n. v. 5,70 €/g
Moon Rock THCX 29,70 € (9,90 €/g) 9,50 €/g 8,90 €/g 8,50 €/g

Die Preislogik ist im Kern eine Materialbilanz. Kief-Siebung und Extraktreinigung kosten Ausbeute, eine fertige Blüte nicht.

Nach oben zieht das vor allem die THCX-Variante, laut unserer Preisliste bis auf 9,90 €/g im kleinsten Gebinde. Die Staffelung greift dabei schon ab 5 g: zwischen kleinstem und größtem Gebinde liegen bei der CBD-Variante rund 1,40 €/g.

Moonrocks sind kein Marketingtrick, sondern ein Konzentrationsformat mit klarer Materiallogik. Wer die drei Schichten versteht, versteht auch den Preis. Wer lieber bei der Basis bleibt, findet die Trägerblüten in der Kollektion CBD Blüten.

💡 Rechne nicht pro Gramm, sondern pro Session. Weil dieses Format so konzentriert ist und in der Praxis ohnehin mit CBD-Blüten gestreckt wird, reicht ein Gramm deutlich länger als ein Gramm reine Blüte.

Häufige Fragen

Was sind Moonrocks?

Ein Format, keine Sorte: eine getrocknete Hanfblüte, in Extrakt getaucht und in Kief gewälzt. Drei Schichten mit drei verschiedenen Konzentrationen.

Wie werden Moonrocks hergestellt?

Die Blüte wird mit leicht erwärmtem Extrakt überzogen, sofort in Kief gerollt und offen ausgehärtet. Die Sorgfalt jeder Schicht entscheidet über die Qualität.

Wie stark sind Moonrocks?

Deutlich stärker als die reine Blüte, weil Extrakt und Kief dazukommen. Den echten Wert nennt nur das Analysezertifikat der Charge.

Kann man Moonrocks grinden?

Nein. Das Extrakt verklebt den Grinder und das Kief bleibt im Deckel hängen. Mit den Fingern oder einer kleinen Schere bröckeln.

Wie raucht man Moonrocks im Joint?

Nie pur: kleine Stücke mit normalen Blüten mischen und in die Mitte legen, sonst brennt der Joint ungleichmäßig und läuft an der Seite.

Sind Moonrocks in Deutschland legal?

CBD- und CBN-Moonrocks aus Nutzhanf mit unter 0,3 % THC sind im Handel erhältlich. THC-Moonrocks fallen unter das KCanG.

Was kosten Moonrocks?

Bei Spliff ab 5,40 €/g im 20-g-Gebinde (Stand September 2026); die 3-g-Packung liegt je nach Variante bei 20,40 bis 29,70 €.

Was ist der Unterschied zwischen Moonrocks und Sunrocks?

Sunrocks nutzen Rosin oder Live Resin statt eines Standardöls als Mittelschicht und liegen dadurch in Konzentration und Aroma über klassischen Moonrocks.

Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) — Gesetze im Internet, Bundesministerium der Justiz — www.gesetze-im-internet.de
  2. Andre, Hausman & Guerriero (2016): Cannabis sativa: The Plant of the Thousand and One Molecules — Frontiers in Plant Science — doi.org
  3. Cannabis — Drogenlexikon, drugcom.de (BZgA) — www.drugcom.de
  4. Raber, Elzinga & Kaplan (2015): Understanding dabs: contamination concerns of cannabis concentrates — Journal of Toxicological Sciences — doi.org
  5. McPartland & Russo (2001): Cannabis and Cannabis Extracts: Greater Than the Sum of Their Parts? — Journal of Cannabis Therapeutics — doi.org
  6. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) — Bewertung von Hanferzeugnissen und THC-Gehalten — www.bfr.bund.de
  7. PubChem (NIH): Cannabinol (CBN) — Stoffdaten — pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
  8. § 24a StVG — THC-Grenzwert im Straßenverkehr — www.gesetze-im-internet.de

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