Menu

CBN: Wie Cannabinol entsteht, wirkt und rechtlich eingeordnet wird

Inhalt8 Abschnitte
  1. Wie CBN entsteht: die Oxidation von THC Schritt für Schritt
  2. CBN, CBD und THC im Vergleich: Herkunft, Rezeptoren, Rechtslage
  3. CBN Wirkung: was die Forschung wirklich belegt, und was nicht
  4. CBN-Blüten, Moon Rocks und Hasch: wie diese Produkte entstehen
  5. CBN Öl, Vapes und Edibles: Formen, Qualität und Kaufkriterien
  6. Ist CBN in Deutschland legal? Der rechtliche Rahmen im Detail
  7. Fazit: CBN richtig einordnen
  8. Häufige Fragen
Aufmacherfoto: Cbn

Cannabinol (CBN) ist ein Cannabinoid mit der Summenformel C21H26O2, das die Pflanze nicht selbst bildet: Es entsteht, wenn THC unter Licht, Sauerstoff und Wärme oxidiert. Deshalb steckt CBN vor allem in gealtertem Cannabis, meist nur in Spuren, und gilt als leicht psychoaktiv, aber deutlich schwächer als THC.

Chemisch gesehen ist CBN also ein Alterungsprodukt, kein frischer Pflanzenstoff. Genau das macht es analytisch so spannend: Sein Gehalt erzählt dir etwas über die Geschichte einer Blüte.

Ich gehe mit dir in diesem Artikel die komplette Kette THCA → THC → CBN durch, grenze CBN, CBD und THC sauber voneinander ab, prüfe die dünne Studienlage und erkläre Produktformen, Etikettenangaben und Rechtsrahmen.

Kriterium CBN (Cannabinol)
Name / Summenformel Cannabinol, C21H26O2
Entstehung Oxidation von THC (Licht, Luft, Wärme, Zeit); Metabolit, kein Biosyntheseprodukt der Pflanze
Psychoaktivität schwach, in der Fachliteratur durchweg klar unter THC eingeordnet
Vorkommen Spuren in gealterten Blüten und Extrakten; im Handel angereichert
Produktformen angereicherte Blüten, Hasch, Moon Rocks, Hanföl, Vapes, Edibles
Rechtslage (Stand 09/2026) nicht im BtMG oder NpSG gelistet; entscheidend ist der THC-Gehalt des Produkts
Drogentest Standardtests suchen THC-COOH, nicht CBN

Für den Verkauf zählt nicht das CBN selbst, sondern die Nutzhanf-Grenze von 0,3 % THC[6] und der Rahmen des KCanG, Abgabe ausschließlich an Erwachsene[1]. Viele Suchanfragen koppeln CBN reflexhaft mit „Sleep“-Hanföl. Belegt ist diese Zuschreibung nicht, und ich werde sie dir in diesem Text auch nicht verkaufen.

ℹ️ Gemeint ist hier das Cannabinoid CBN. Nicht gemeint: der Schneidstoff CBN (kubisches Bornitrid) oder gleichnamige Sender und Institutionen aus internationalen Suchergebnissen.
⚠️ CBD ist kein Arzneimittel und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Konsultieren Sie im Zweifelsfall medizinisches Fachpersonal.

Wie CBN entsteht: die Oxidation von THC Schritt für Schritt

Chemisch beginnt die Geschichte eine Stufe früher, nämlich bei der Säureform. In der lebenden Pflanze liegt praktisch alles als THCA vor. Erst Hitze spaltet die Carboxylgruppe ab und liefert THC: Das ist die Decarboxylierung, Schritt eins der Kette.

Schritt zwei übernimmt der Sauerstoff. Der Terpenring wird aromatisiert, das Molekül geht in eine stabilere, vollaromatische Struktur über.

Es gibt aber auch die Abkürzung. Greift der Sauerstoff schon an der Säureform an, entsteht laut der Stoffbeschreibung zu Cannabinol auf Wikipedia bei längerer Exposition gegenüber Luft oder UV-Licht zunächst Cannabinolsäure (CBNA), die anschließend zu CBN decarboxyliert. Beide Wege enden am selben Punkt.

Und dieser Punkt ist eine Einbahnstraße. Weil das aromatische Endprodukt energetisch tiefer liegt, läuft die Reaktion praktisch nicht rückwärts. Heißt für dich: Aus gealtertem Material lässt sich verlorenes THC nicht zurückholen.

Historisch pikant: Ausgerechnet dieses Abbauprodukt das erste Phytocannabinoid, das Ende des 19. Jahrhunderts isoliert wurde. R. S. Cahn klärte die Struktur Anfang der 1930er Jahre auf, 1940 gelang R. Adams und Lord Todd unabhängig voneinander die Totalsynthese.

Vier Größen bestimmen, wie schnell die Umwandlung abläuft:

  • UV-Licht liefert die Aktivierungsenergie, direkte Sonne ist der aggressivste Faktor.
  • Sauerstoff ist das Reagenz selbst, ohne Luftkontakt keine nennenswerte Umwandlung.
  • Temperatur beschleunigt die Reaktionskinetik, Wärme wirkt wie ein Gaspedal.
  • Zeit summiert alles auf, Alterung ist ein kumulativer Prozess.

Dieselbe Richtung sehe ich in den Chargenanalysen, die bei uns durch die Hand gehen: Je älter und je wärmer gelagert eine Charge war, desto deutlicher verschiebt sich das Verhältnis zugunsten von CBN. Ein Laborbericht erzählt damit immer auch die Lagergeschichte eines Produkts.

Für die Analytik heißt das: Ein hoher CBN-Wert bei niedrigem THC ist ein Altersmarker, keine Sorteneigenschaft.

💡 Kühl, dunkel und luftdicht lagern. Blüten haben durch ihre Trichomoberfläche viel Angriffsfläche und oxidieren am schnellsten; Harze und Extrakte sind kompakter und damit träger, reagieren dafür empfindlicher auf Wärme.

CBN, CBD und THC im Vergleich: Herkunft, Rezeptoren, Rechtslage

Bleibt die Frage, wo dieses Abbauprodukt im Verhältnis zu seinen bekannteren Verwandten steht. CBD und THC entstehen beide biosynthetisch in der lebenden Pflanze, aus der gemeinsamen Vorstufe CBGA. CBN steht chemisch am anderen Ende dieser Kette.

Kriterium CBD CBN THC
Herkunft biosynthetisch (aus CBGA) Abbauprodukt, entsteht erst nach der Ernte biosynthetisch (aus CBGA)
Psychoaktivität keine berauschende schwach stark
CB1-Bindung kaum direkte Bindung partieller Agonist, schwächer als THC starker Agonist
Typische Produkte Blüten, Öle, Kosmetik, CBD für Tiere angereicherte Blüten, Hasch, Öle Blüten und Hasch im Rahmen des KCanG

Die Unterschiede in den Effekten liest man am Rezeptorprofil ab. Im Endocannabinoid-System wirkt CBN als partieller Agonist am CB1-Rezeptor und zeigt eine höhere Affinität zu CB2, insgesamt aber eine geringere Bindungsstärke als THC. CBD dockt an CB1 praktisch nicht direkt an, und genau daraus folgt: kein Rausch.

Wenn du die Primärliteratur zur Rezeptorbindung der einzelnen Cannabinoide selbst nachlesen willst, findest du sie in PubMed (NCBI), der Literaturdatenbank der NLM am NIH. Ich empfehle das ausdrücklich, denn die Datenlage ist bei CBN deutlich dünner als bei THC.

In Vollspektrum-Extrakten wird zusätzlich das Zusammenspiel mehrerer Cannabinoide und Terpene diskutiert, bekannt als Entourage-Effekt. Das ist ein Erklärmodell aus der Forschung, keine zugesagte Wirkung.

⚠️ Häufige Verwechslung: „CBN ist einfach altes CBD.“ Chemisch falsch. CBD oxidiert nicht zu Cannabinol, die Ausgangssubstanz ist ausschließlich THC.

Rechtlich trennen sich die drei ebenfalls. Für Handelsware entscheidet nicht das Cannabinoid-Profil, sondern der THC-Gehalt, der bei Nutzhanf höchstens 0,3 % (Prozent) betragen darf[6], während Konsumcannabis eigenen Regeln unterliegt[1]. Die pharmakologische Abgrenzung der beiden Hauptcannabinoide vertieft unser Beitrag zum Unterschied zwischen CBD und THC.

CBN Wirkung: was die Forschung wirklich belegt, und was nicht

Bei den Rezeptoren endet das gesicherte Wissen deutlich früher, als die meisten Produkttexte vermuten lassen. Solide dokumentiert ist im Kern eine schwache Psychoaktivität. Alles, was darüber hinaus über die Wirkung von CBN behauptet wird, steht auf einer analytisch erstaunlich schmalen Datenbasis.

Die viel zitierten Aussagen zu sedierenden Effekten gehen auf wenige alte Arbeiten zurück. Allen voran auf Karniol et al., „Effects of Δ9-tetrahydrocannabinol and cannabinol in man“, 1975 in Pharmacology.

Diese Untersuchung arbeitete mit sehr kleinen Probandenzahlen und prüfte CBN überwiegend in Kombination mit THC. Eine isolierte Wirkung lässt sich daraus methodisch kaum ableiten.

Neuere Übersichtsarbeiten kommen zum selben nüchternen Schluss. Laut Maioli et al. 2022 in Plants (Review zum Cannabinol-Profil) und Corroon 2021 in Cannabis and Cannabinoid Research reicht die vorhandene Datenlage für belastbare Aussagen nicht aus.

Der Satz „CBN macht müde“ ist damit nicht belegt, sondern eine Hypothese. Die Tierdaten des Teams um Jonathon Arnold von 2024, die ich weiter unten einordne, ändern daran vorerst nichts.

ℹ️ Quellenlage transparent: Für die Schlafmessungen 2024 stütze ich mich auf die Sekundärquelle wissenschaft.de; die Primärpublikation ist nicht verifiziert (Journal, Jahrgang und DOI beziehungsweise PubMed-ID liegen mir nicht bestätigt vor). Ich behandle diese Daten deshalb als Hinweis, nicht als etablierten Befund. Und selbst mit Primärstudie gilt: Tierdaten sind kein Beleg für den Menschen.
Aussage Evidenztyp Einordnung
CBN ist schwach psychoaktiv Humandaten, alt und klein (Karniol et al. 1975, Pharmacology) dokumentiert, nicht modern reproduziert
CBN + THC verstärken sich Humanstudie, kleine Fallzahl (Karniol et al. 1975) Hinweis, keine isolierte CBN-Wirkung
CBN verlängert Schlafphasen Tiermodell, Sekundärquelle (wissenschaft.de, Arnold-Team 2024) Primärpublikation nicht verifiziert
„Schlaf-Cannabinoid“ Produktkommunikation, keine Quelle benannt nicht belegt

Wichtig ist die saubere Trennung zweier Ebenen: Forschung auf der einen Seite, Erfahrungsberichte auf der anderen. Viele Konsumenten greifen abends zu CBN-Produkten. Das ist eine Konsumgewohnheit, kein nachgewiesener Effekt.

Was mir bei der Sichtung von Chargenanalysen für unser Sortiment auffällt: Zwei Produkte mit identischer CBN-Deklaration können sich im übrigen Cannabinoid- und Terpenprofil massiv unterscheiden. Genau deshalb sind Erfahrungsberichte hier so schwer vergleichbar, sie messen nie nur CBN.

Dass Produkttexte trotzdem alle gleich klingen, hat einen banalen Grund. Sie zitieren dieselbe Handvoll Primärquellen weiter, oft über drei oder vier Stationen hinweg. So wird aus einer Hypothese durch reine Wiederholung ein scheinbarer Fakt.

Mein Rat: Prüfe immer, ob eine Etikettenaussage auf eine Primärpublikation zeigt oder nur auf eine Vulgarisierung davon. Fehlen Journal, Jahrgang und DOI beziehungsweise PubMed-ID, ist es keine Evidenz. Dann hast du eine Zitatkaskade vor dir.

Der medizinische Hinweis eingangs des Artikels gilt hier unverändert.

CBN-Blüten, Moon Rocks und Hasch: wie diese Produkte entstehen

Auf dem Etikett steht dann eine Zahl wie 80 %, und die hat mit Alterung meist nichts zu tun. Niemand lagert Blüten monatelang ein, um Prozentpunkte zu gewinnen: Der Weg wäre langsam und analytisch unpräzise. Industriell läuft es genau andersherum.

Bei angereicherten Nutzhanfblüten wird ein CBN-Isolat oder -Extrakt nachträglich auf das Pflanzenmaterial aufgebracht. In der Praxis heißt das: gelöst, aufgesprüht oder im Tauchverfahren appliziert, danach das Lösungsmittel abgetrocknet.

Der Grund für diesen Umweg ist chemisch banal, siehe Cannabinol. Eine Genetik, die von sich aus 80 % CBN liefert, gibt es nicht.

Der Unterschied zwischen CBN- und CBD-Blüten liegt hier also nicht in der Genetik, sondern im aufgetragenen Konzentrat. Die Blüte ist Träger, nicht Quelle. Merk dir diesen Satz, er erklärt dir neun von zehn Etiketten.

Moon Rocks sind kein eigener Wirkstoff, sondern ein Format: eine Blüte, ummantelt mit Extrakt und anschließend in Kief gewälzt. Diese drei Schichten erklären die hohen deklarierten Werte, etwa beim Moon Rock CBN mit 80 % CBN laut Produktseite (21,30 €, Stand 09/2026).

Hier kommt eine Einschränkung, die selten auf dem Etikett steht: Bei aufgetragenen Konzentraten ist die Verteilung im Glas nie perfekt homogen. Der deklarierte Wert ist ein Durchschnitt der Charge, kein Versprechen pro Nug.

CBN-Hasch entsteht durch Pressen von angereichertem Harzmaterial. Technisch ist das etwas anderes als klassisches Haschisch, bei dem ausschließlich gesiebte Harzdrüsen die Basis bilden. Farbe, Bruchverhalten und Konsistenz sagen deshalb kaum etwas über den tatsächlichen Gehalt aus. Beim Cereal Milk Hash stehen laut Produktseite 45 % CBN, weich im Griff, sehr aromatisch beim Erwärmen.

Bleibt die wichtigste Lesekompetenz: Eine Prozentangabe auf CBN Produkte ist zunächst eine Herstellerangabe. Überprüfbar wird sie erst durch eine HPLC-Analyse mit Chargennummer, und nur dieses Zertifikat zählt.

💡 Drei Dinge im Laborbericht abgleichen: Chargennummer identisch mit der Packung, deklarierter CBN-Wert bestätigt, THC-Restgehalt unterhalb der Nutzhanf-Grenze[6]. Fehlt die Charge, ist das Dokument nur Dekoration.

Über mögliche Nebenwirkungen sagt eine hohe Prozentzahl übrigens nichts aus, sie beschreibt allein die Konzentration im Material. Feste Formen lagerst du am besten kühl, dunkel und luftdicht, das verlangsamt die weitere Oxidation.

Und ein Handgriff aus dem Alltag: Moon Rocks brichst du besser mit den Fingern als im Grinder, sonst bleibt der Kief-Mantel am Werkzeug hängen. Abgabe ausschließlich an Erwachsene.

CBN Öl, Vapes und Edibles: Formen, Qualität und Kaufkriterien

Wer nicht rauchen möchte, wechselt in die flüssigen oder essbaren Formate. Bei CBN Ölen sitzt das Cannabinol nicht mehr auf Pflanzenmaterial, sondern gelöst in einem lipophilen Trägeröl, meist MCT- oder Hanfsamenöl. Kombinationen mit CBD sind die Regel, weil isolierte Cannabinol-Fraktionen in der Aufreinigung aufwendig und entsprechend teuer sind.

Analytisch interessiert mich zuerst die Deklaration der Konzentration. Seriöse Öle geben Milligramm pro Flasche oder pro Tropfen an, nicht nur eine Prozentzahl ohne Bezugsgröße. Die Anwendung erfolgt üblicherweise sublingual, also unter der Zunge.

Eine Dosierungsempfehlung spreche ich hier bewusst nicht aus, das bleibt Sache des Herstellers und deiner eigenen Erfahrung.

Daneben stehen Vapes und Edibles. Beide Formate unterscheiden sich erheblich darin, welcher Anteil des eingesetzten Cannabinoids überhaupt in den Organismus gelangt. Genau deshalb sind Vergleiche zwischen Produktkategorien analytisch unsauber.

Ebenso relevant ist die Frage Isolat oder Vollspektrum. Ein Isolat liefert Reinheit und reproduzierbare Messwerte, ein Vollspektrum-Extrakt bringt das komplette Cannabinoid- und Terpenprofil mit, dafür mit größerer Streuung von Charge zu Charge.

Beim Kauf lässt sich dieses Analytikwissen in eine kurze Prüfliste übersetzen. Entscheidend bleibt der deklarierte THC-Gehalt unter 0,3 %, weil erst das die Handelsware als Nutzhanf einordnet.[6]

  • CBD- und THC-Werte separat ausgewiesen
  • Herkunft des Extrakts und des Trägeröls benannt
  • lichtdichte Verpackung, sonst arbeitet die Oxidation weiter
💡 Braunglas plus Kühlschrank ist bei Ölen kein Deko-Detail, sondern der Unterschied zwischen deklariertem und tatsächlichem Gehalt nach sechs Monaten.

Du bleibst lieber bei festen Formaten? In unserer CBD-Blüten-Kollektion steht das Blütenmaterial selbst im Vordergrund. CBN-Varianten wie das GMO Hasch mit 60 % CBN (24,90 €, Herstellerangabe, Stand 09/2026) oder der handliche Pre-Roll CBN Superskunk zu 5,90 € sind dagegen eher die abendliche Wahl vieler Kunden.

Ein Format wie der Pre-Roll THCX Jack Herer spielt molekular in einer anderen Liga: Dieses Neo-Cannabinoid aus Hanf hat ein eigenes, deutlich spürbares Wirkprofil, und jede Charge wird im Labor auf klassifizierte Substanzen geprüft, ohne Nachweis.

CBN ist in Deutschland weder in den Anlagen des BtMG noch im NpSG namentlich aufgeführt (Stand 09/2026). Über die Verkehrsfähigkeit eines Produkts entscheidet deshalb nicht das Cannabinol selbst, sondern der THC-Gehalt: Ware aus Nutzhanf muss die Grenze von 0,3 % einhalten, die Abgabe erfolgt ausschließlich an Erwachsene. Das ist eine Einordnung, keine Rechtsberatung.

Auch international findet sich die Substanz in keiner Liste: Weder das Einheitsabkommen über Betäubungsmittel von 1961 noch die Konvention über psychotrope Substanzen von 1971 nennen Cannabinol beim Namen. Für die Praxis bedeutet das eine Verschiebung, die ich dir so zusammenfassen würde: Geprüft wird nicht das Molekül CBN, sondern die Analytik des Endprodukts.

Nutzhanf-Produkte müssen die Schwelle von 0,3 % THC einhalten[6], und der Rahmen für Konsum und Abgabe ergibt sich aus dem KCanG[1].

⚠️ Drogentests im Straßenverkehr zielen auf THC-COOH, den Metaboliten von THC, und nicht auf CBN. Ein Produkt mit THC-Restgehalt kann deshalb auffallen, obwohl das Cannabinol selbst nicht gesucht wird. Das ist ein Hinweis, kein Rechtsrat.

Rechtslage und Produktrealität fallen vor allem bei der Deklaration auseinander. Unklare Etiketten, EU-Importe mit abweichenden Analysestandards und eine sich verändernde Verwaltungspraxis führen dazu, dass zwei Produkte mit identischer Aufschrift chromatographisch völlig unterschiedlich aussehen.

Der Preis taugt dabei nicht als Qualitätsindikator. Ein hoher Betrag belegt kein sauberes THC/CBD-Profil, ein niedriger beweist kein gestrecktes Material. Wer CBD für den Alltag kauft, kennt diese Prüfroutine schon, und bei CBN-CBD-Ölen gilt sie unverändert.

Beides lässt sich unabhängig nachlesen: die Gesetzestexte über die amtlichen Portale, die Studienlage über PubMed (NCBI/NLM). Beim Thema CBN in Deutschland lohnt sich dieser Blick besonders, weil sich der Stand schneller ändert als die Produkttexte im Handel.

Fazit: CBN richtig einordnen

Kurz gesagt: Kein Wundermolekül, sondern ein gut erklärbares Oxidationsprodukt mit schwacher Wirkung.

Die Zahl auf der Verpackung bleibt Herstellerangabe, egal ob bei Blüten, Hanföl oder Mischungen aus CBD, CBN und Melatonin.

Enthält ein Produkt mehrere Cannabinoide, gehört jedes einzeln quantifiziert in die Analytik. Eine Summenangabe sagt dir nichts über das tatsächliche Profil.

Und wer CBN für den Abend in seine Routine holt, versteht das besser als Vorliebe denn als Versprechen. Wer stöbern will: Unsere Nutzhanf-Kategorien sind nach Format und Cannabinoid-Profil sortiert.

⚠️ Kein Ersatz für ärztlichen Rat.

Häufige Fragen

Was ist CBN?

CBN (Cannabinol, C21H26O2) ist ein Cannabinoid, das die Pflanze nicht selbst bildet, sondern das durch Oxidation von THC unter Licht, Sauerstoff und Wärme entsteht. Es kommt meist nur in Spuren in gealtertem Cannabis vor und gilt als leicht psychoaktiv, deutlich schwächer als THC.

Wie entsteht CBN?

Der Abbau von THC zu CBN läuft in zwei Schritten: Erst wandelt Decarboxylierung THCA in THC um, dann aromatisiert Sauerstoff den Terpenring zu CBN. Alternativ oxidiert direkt THCA zu CBNA, die dann zu CBN decarboxyliert. Da das Endprodukt energetisch stabiler ist, läuft die Reaktion praktisch nicht rückwärts.

Ist CBN psychoaktiv?

Ja, aber nur schwach: CBN wirkt als partieller Agonist am CB1-Rezeptor mit geringerer Bindungsstärke als THC, zeigt jedoch eine höhere Affinität zu CB2. Diese schwache Psychoaktivität ist der einzige solide dokumentierte Effekt, alles Weitere beruht auf einer schmalen Datenbasis.

Macht CBN müde?

Vielzitierte Aussagen zu sedierenden Effekten stammen aus wenigen alten Arbeiten, etwa Karniol et al. 1975 in Pharmacology (recherchierbar über PubMed NCBI/NLM). Eine gesicherte Aussage zur Müdigkeit lässt sich daraus nicht ableiten, weshalb Formulierungen wie „good night sleep“ auf Etiketten mit Vorsicht zu lesen sind.

Was ist der Unterschied zwischen CBN und CBD?

CBD entsteht wie THC biosynthetisch in der lebenden Pflanze aus CBGA, während CBN erst als Abbauprodukt von THC durch Oxidation entsteht. Rezeptorseitig dockt CBD an CB1 praktisch nicht an, weshalb es keinen Rausch auslöst, während CBN dort partiell wirkt.

<details data-q="Was sind CBN-Blüten?" data-a="Bei angereicherten Nutzhanfblüten wird ein CBN-Isolat oder -Extrakt nachträglich auf das Pflanzenmaterial aufgebracht, etwa gelöst, aufgesprüht oder im Tauchverfahren, danach wird das Lösungsmittel abgetrocknet. Prozentangaben von etwa 80 % stammen daher aus industrieller Anreicherung, nicht aus natürlicher Alterung.“>

Was sind CBN-Blüten?

Bei angereicherten Nutzhanfblüten wird ein CBN-Isolat oder -Extrakt nachträglich auf das Pflanzenmaterial aufgebracht, etwa gelöst, aufgesprüht oder im Tauchverfahren, danach wird das Lösungsmittel abgetrocknet. Prozentangaben von etwa 80 % stammen daher aus industrieller Anreicherung, nicht aus natürlicher Alterung.

Wird CBN im Drogentest nachgewiesen?

Drogentests im Straßenverkehr zielen auf THC-COOH, den Metaboliten von THC, nicht auf CBN selbst. Ein Produkt mit THC-Restgehalt kann trotzdem auffallen, obwohl das Cannabinol nicht gesucht wird, weshalb separat ausgewiesene THC-Werte auf dem Etikett wichtig bleiben.

Quellen

  1. Konsumcannabisgesetz (KCanG) — Gesetze im Internet, Bundesministerium der Justiz — www.gesetze-im-internet.de
  2. Medizinisches Cannabis — Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle — www.bfarm.de
  3. Fragen und Antworten zu den gesundheitlichen Risiken von hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln — Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) — www.bfr.bund.de
  4. Hanf, THC, Cannabidiol (CBD) und Co — FAQ des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) — www.bvl.bund.de
  5. Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel — EUR-Lex — eur-lex.europa.eu
  6. Verordnung (EU) 2021/2115, Art. 4 — Hanfflächen nur förderfähig bei einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % — EUR-Lex — eur-lex.europa.eu
  7. Karniol I.G. et al., Effects of Δ9-tetrahydrocannabinol and cannabinol in man, Pharmacology 1975 — doi.org
  8. Maioli C. et al., Cannabinol: History, Syntheses, and Biological Profile of the Greatest "Minor" Cannabinoid, Plants 2022 — doi.org
  9. Corroon J., Cannabinol and Sleep: Separating Fact from Fiction, Cannabis and Cannabinoid Research 2021 — doi.org
  10. PubChem, Cannabinol (CID 2543), NCBI — pubchem.ncbi.nlm.nih.gov
  11. Cannabinol – Wikipedia (Geschichte: Isolierung, Strukturaufklärung, Synthese) — de.wikipedia.org
  12. Wie Cannabinol den Schlaf fördert – wissenschaft.de (Sekundärquelle, Tiermodell 2024) — wissenschaft.de

30 000+ Kunden in der SPLIFF®-Community !

Das sagen unsere Kunden!

von 4202 Bewertungen

Kundenbewertung Diamond Kush mit Foto - Spliff
W A
Bewertet mit 5 von 5
👊👊👊👊👊👊👊top
Kundenbewertung Purple Haze mit Foto - Spliff
W A
Bewertet mit 5 von 5
Tranquilo
Kundenbewertung Magic Candy - Bonbons mit Foto - Spliff
Nicolai K
Bewertet mit 5 von 5
Funktionieren gut!
Kundenbewertung Roter Libanese - 30% THCX mit Foto - Spliff
Christophe S
Bewertet mit 5 von 5
Ein einfach unglaubliches Aroma
Cashback min

Mach mit beim SPLIFF®-Cashback-Programm

Verdiene 10 % Cashback bei jedem Einkauf und gib dein Geld ohne Limit aus!

#SPLIFFCLUB

Sehen wir uns auf Instagram?

0 Artikel
0,00€
Menu
  • Deutsch (de / €)