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Inhalt9 Abschnitte
- Was bedeutet CBD? AbkĂŒrzung, Formel und Herkunft
- CBD und THC: zwei Cannabinoide, zwei völlig verschiedene Rollen
- Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat: was ist der Unterschied?
- Wie erkennst du gute CBD-QualitÀt im Laborbericht?
- Wie nimmst du CBD im Alltag? Dosierung, BioverfĂŒgbarkeit, Timing
- Was gilt fĂŒr CBD in Deutschland? KCanG, 0,3 % THC und Sicherheit
- Wo liest du weiter? Guides zu BlĂŒten, Hash und Vapes
- Fazit: was du jetzt ĂŒber CBD wirklich weiĂt
- HĂ€ufige Fragen

Was ist CBD? CBD steht fĂŒr Cannabidiol, eines von ĂŒber 100 Cannabinoiden der Pflanze Cannabis sativa. Laut der österreichischen Agentur fĂŒr Gesundheit und ErnĂ€hrungssicherheit (AGES) wirkt Cannabidiol im Gegensatz zu THC (Tetrahydrocannabinol) nicht psychoaktiv und löst keinen Rausch aus.AGES Es dockt im Körper ans Endocannabinoid-System an, aber auf eine ganz andere Art als THC.
Ich bin Mika, schreibe aus Berlin ĂŒber Cannabis und habe echt viel Halbwissen zu CBD gelesen. Deshalb gehen wir hier einmal die volle Breite durch: Wirkweise im Körper, der Unterschied zwischen Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat, die Produktformen von Ăl ĂŒber Liquid bis BlĂŒten und Hash, mein Drei-Punkte-Check fĂŒr Laboranalysen und zum Schluss die Rechtslage nach dem KCanG.
Kurz zur Biologie: Dein Körper hat ein eigenes Endocannabinoid-System mit den Rezeptoren CB1 (vor allem im Nervensystem) und CB2 (eher im Immunsystem). THC bindet direkt und ziemlich stark an CB1. Genau daher kommt das High.
Cannabidiol macht das eben nicht. Es hat nur eine geringe AffinitĂ€t zu CB1 und CB2 und greift stattdessen indirekt ein, unter anderem ĂŒber Adenosin- und Serotonin-Rezeptoren, wobei der genaue Mechanismus in der Forschung bis heute diskutiert wird. Wie eng der medizinisch belegte Rahmen ist, zeigt der Zulassungsstatus: Das einzige in Europa zugelassene Arzneimittel auf Cannabidiol-Basis, Epidyolex, ist ausschlieĂlich als Zusatztherapie zu Clobazam bei seltenen Epilepsieformen wie dem Lennox-Gastaut-Syndrom zugelassen, ab 2 JahrenEuropĂ€ische Arzneimittel-Agentur (EMA), Epidyolex. Deshalb fĂ€llt die Wirkung unspektakulĂ€rer aus, als viele erwarten.
Viele erwarten irgendwas SpĂŒrbares, so wie bei Gras. Was sie danach beschreiben, ist meistens genau das Gegenteil, nĂ€mlich ein sehr unauffĂ€lliges Nichts-passiert-GefĂŒhl.
Diese LĂŒcke zwischen Erwartung und RealitĂ€t ist der hĂ€ufigste Grund fĂŒr EnttĂ€uschung. Wer CBD wie THC bewertet, misst mit dem falschen MaĂstab.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
CBD (Cannabidiol) ist eines von ĂŒber 100 Cannabinoiden der Cannabis-sativa-Pflanze. Dieser Ăberblick klĂ€rt vier Dinge: was der Stoff im Körper tut, welche Extraktformen es gibt, woran man einen brauchbaren Laborbericht erkennt und was in Deutschland gilt.
- CBD dockt am Endocannabinoid-System an, löst aber keinen Rausch aus, anders als THC am CB1-Rezeptor.
- Produktformen unterscheiden sich stark: Ăl (Tropfen), Liquid (Verdampfen), BlĂŒten/Hash (Aromaprodukt), Kosmetik (Gel/Creme).
- Seit dem 01.04.2024 gilt nach § 1 Nr. 9 KCanG ein THC-Grenzwert von 0,3 % fĂŒr Nutzhanf§ 1 Nr. 9 KCanG, Gesetze im Internet; ein aktueller Laborbericht (CoA) ist entscheidend fĂŒr die QualitĂ€t.
Was bedeutet CBD? AbkĂŒrzung, Formel und Herkunft
CBD ist die AbkĂŒrzung fĂŒr Cannabidiol, eines von ĂŒber hundert Cannabinoiden der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.). Die Summenformel lautet C21H30O2, die molare Masse rund 314 g/mol (PubChem, Cannabidiol). Isoliert wurde die Substanz 1940 durch Roger Adams, die genaue Struktur beschrieben Raphael Mechoulam und Yuval Shvo 1963. Wer also fragt, was CBD bedeutet oder wofĂŒr CBD steht: Es ist ein MolekĂŒl, kein Markenname und keine Sorte. Was ein Sortenname wie Indica oder Sativa dagegen aussagt, klĂ€rt der Guide Sativa Indica Unterschied.

Im Alltag bezeichnet âCBDâ meist das Produkt statt des MolekĂŒls: CBD Gras oder CBD Weed sind umgangssprachliche Namen fĂŒr CBD BlĂŒten, also Nutzhanf-BlĂŒten mit hohem CBD-Anteil und weniger als 0,3 % THC. CBD Hanf meint dieselbe Pflanze, betrachtet vom Anbau her. Die Formate (BlĂŒten, Hash, Ăl, Vape) und was sie unterscheidet, folgen weiter unten.
CBD und THC: zwei Cannabinoide, zwei völlig verschiedene Rollen
Beide Cannabinoide kommen aus derselben Pflanze, sind sich chemisch ziemlich Àhnlich und landen trotzdem in völlig verschiedenen Schubladen. Genau da hÀngt der ganze rechtliche Unterschied dran.
Dazu kommt: Eine BlĂŒte ist nie ânur CBD“. Im Hintergrund spielen noch andere Cannabinoide und Terpene mit.
- CBDA, die saure Vorstufe, die erst durch Hitze (Decarboxylierung) zu Cannabidiol wird.
- CBG, gilt als chemischer Ausgangspunkt, aus dem sich die anderen Cannabinoide bilden.
- CBN, entsteht, wenn Material altert und THC oxidiert.
- Terpene, Myrcen, Limonen, Pinen: sie prÀgen Geruch und Geschmack einer Sorte.
Und jetzt der Punkt, an dem ich immer wieder anecke: âCBD ist besser als THC“ ist eine sinnlose Aussage. Das ist, als wĂŒrdest du Espresso mit Kamillentee vergleichen und einen Sieger kĂŒren wollen. Zwei Zwecke, zwei AnlĂ€sse, zwei MolekĂŒlprofile.
Praktisch heiĂt das: Im Sortiment findest du Cannabidiol-Produkte aus Nutzhanf und die THCX-Linie.
Die beiden MolekĂŒle im Detail â Bindung an CB1 und CB2, Wirkprofil und rechtliche Einordnung â nimmt der Guide Unterschied CBD und THC Punkt fĂŒr Punkt auseinander.
Vollspektrum, Breitspektrum oder Isolat: was ist der Unterschied?
MolekĂŒl verstanden, Rechtslogik verstanden. Bleibt die Frage, die im Laden wirklich zĂ€hlt: Was liegt da eigentlich vor dir?
Jedes CBD-Produkt startet mit einem Extrakt, und davon gibt es genau drei Bauarten. Kein Marketing-Blabla: Der Unterschied schmeckt man, und er lÀsst sich messen.
| Extrakttyp | THC-Restgehalt | Geschmack | Entourage-Effekt |
|---|---|---|---|
| Vollspektrum | Spuren vorhanden | krÀftig, krautig, harzig | vollstÀndig (alle Cannabinoide plus Terpene) |
| Breitspektrum | gezielt entfernt | milder, weniger pflanzlich | teilweise, ohne THC-Anteil |
| Isolat | keiner | neutral bis geschmacklos | keiner, reines Cannabidiol |
Praktisch heiĂt das: Vollspektrum fĂŒr alle, die den vollen Pflanzencharakter wollen. Breitspektrum ist der Kompromiss dazwischen. Isolat nimmst du, wenn GeschmacksneutralitĂ€t zĂ€hlt oder ein möglicher Test am Arbeitsplatz im Raum steht.
Die Formate darĂŒber sortierst du am besten nach ihrem regulatorischen Fach, nicht nach der HĂŒbschheit der Verpackung:
- CBD-BlĂŒten und CBD-Hash (auch Pollen, Moonrocks): werden in Deutschland als Aromaprodukt gehandelt, nicht als Lebensmittel.
- Vorgerollte Joints: dasselbe Material, nur fertig gedreht, meist zwischen 0,7 g und 1,5 g pro StĂŒck.
- CBD Ăl: Extrakt in einem TrĂ€geröl, zum Tropfen gedacht, ĂŒblich sind 10 ml FlĂ€schchen mit 5 % bis 20 % CBD-Anteil.
- CBD Liquid fĂŒr Vapes und Pods: zum Verdampfen gemacht, nie zum Schlucken.
- CBD Gel, Balsam, Creme: Kosmetik, unterliegt der Kosmetikverordnung, bleibt auĂen.
Beim Herstellungsweg lohnt sich der Blick aufs Etikett. CO2-Extraktion arbeitet ohne Restlösungsmittel und ist deshalb teurer, die Decarboxylierung wandelt vorher CBDA unter Hitze in aktives CBD um. Beides schlÀgt sich im Preis und in der Laboranalyse nieder, kein Zufall.
Du willst inhalieren, ohne zu drehen? Der Magic Pod und die Magic Vape sind sofort einsatzbereit, mit angegebenem CBD-Gehalt. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice. Wer lieber am Klassiker bleibt, greift zu CBD-BlĂŒten, CBD-Hash oder vorgerollten CBD-Joints. Krass, wie unterschiedlich dieselbe MolekĂŒlfamilie im Regal aussehen kann.
Wie du Prozentangabe, Spektrum und Preis eines Ăls konkret liest, zeigt unser Ratgeber zu CBD Ăl.
Wie erkennst du gute CBD-QualitÀt im Laborbericht?
Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Ein sauberes Extrakt erkennst du nicht am Etikett, sondern am Laborbericht, dem Certificate of Analysis (CoA). Ich lese jeden davon nach demselben Schema, in unter 60 Sekunden.
| Reflex | Was drinstehen muss | Warnsignal |
|---|---|---|
| 1. Datum | Analysedatum, jĂŒnger als 12 Monate | Kein Datum oder Bericht von 2021 |
| 2. Herkunft | Laborname, Anschrift, Chargennummer | Nur der Produktname, kein Labor |
| 3. Werte | THC gesamt (Î9 + THCA), CBD in mg/ml, Schwermetalle, Pestizide | Nur Î9 ausgewiesen |
Reflex 1 ist mir der wichtigste, weil Analysen immer chargenbezogen sind. Ein Bericht beschreibt genau eine Ernte, nicht die Marke dahinter. Liegt er zwei Jahre zurĂŒck, sagt er ĂŒber die TĂŒte in deiner Hand schlicht nichts aus.
Reflex 2 klingt banal, filtert aber brutal aus. Ein nachprĂŒfbares Labor mit Chargennummer heiĂt: Du kannst den Wert selbst zuordnen. Fehlt die Charge, ist das PDF reine Deko.
Reflex 3 geht in die Zahlen. Erhitzt wandelt sich THCA in Î9-THC um, deshalb zĂ€hlt bei der Grenzwertfrage der Gesamtgehalt und eben nicht nur der Î9-Einzelwert. Dass Behörden den THC-Gehalt in Hanferzeugnissen ĂŒberhaupt so genau bewerten, hat gesundheitliche GrĂŒnde, die laut BfR ausfĂŒhrlich dokumentiert sind[3].
Die Frage âWas ist CBD“ beantwortet am Ende kein Werbetext, sondern ein aktuelles CoA mit Chargennummer. Drei Reflexe, jedes Mal, egal bei welchem Anbieter.
Wie nimmst du CBD im Alltag? Dosierung, BioverfĂŒgbarkeit, Timing
Ein sauberer Laborbericht sagt dir, was drin ist. Wie viel davon in dich reingehört, steht da nicht. Und genau da fangen die Fragen an, die ich in Berlin am hÀufigsten gestellt bekomme.
Der Aufnahmeweg entscheidet ĂŒber zwei Dinge: wie schnell etwas anflutet und wie viel vom Cannabidiol ĂŒberhaupt im Kreislauf ankommt. HĂ€ltst du ein Ăl unter der Zunge, umgeht es einen Teil des First-Pass-Effekts, also den Abbau in der Leber, bevor der Wirkstoff den Kreislauf erreicht. Geschluckt nimmt dasselbe Ăl den Umweg ĂŒber den Magen: dauert lĂ€nger, kostet Wirkstoff.
| Weg | Anflutung | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| Sublingual (Ăl) | eher schnell | Ăl kurz unter der Zunge halten, dann schlucken |
| Oral (Kapsel, Gummi, GetrÀnk) | am langsamsten | mit etwas Fett kombinieren, Geduld haben |
| Inhaliert (BlĂŒten, Vape) | am schnellsten | hĂ€lt dafĂŒr am kĂŒrzesten an |
Zweiter Punkt, und der ist wichtig: rechne in mg pro Einnahme, nicht in Prozent auf dem Etikett. Ein 10 ml FlÀschchen mit 10 % enthÀlt rund 1 000 mg Cannabidiol, also etwa 100 mg pro ml. Bei ungefÀhr 20 Tropfen pro ml landest du damit bei rund 5 mg pro Tropfen.
Mein Tipp fĂŒr Einsteiger, und ja, der ist unsexy: fĂŒhr 14 Tage lang ein kurzes Protokoll. FĂŒr Cannabidiol existiert bis heute keine behördlich abgeleitete sichere Tagesdosis, und laut BfR ist bei hanfhaltigen Erzeugnissen ausdrĂŒcklich ZurĂŒckhaltung gebotenBfR, Fragen und Antworten zu hanfhaltigen Lebensmitteln, vorsichtig herantasten ist deshalb keine Zögerlichkeit, sondern die einzige seriöse Methode. Datum, Produkt, mg, Uhrzeit, zwei Stichworte danach, mehr braucht es nicht. Nach einer einzigen Einnahme zu urteilen, funktioniert bei Vollspektrum-Produkten mit ihrem Entourage-Effekt genauso wenig wie beim Isolat.
Und zur Lagerung: kĂŒhl, dunkel, dicht verschlossen. Licht und WĂ€rme setzen Cannabinoiden und Terpenen zu. Ein FlĂ€schchen auf der Fensterbank ist schlicht verschenktes Geld.
Was gilt fĂŒr CBD in Deutschland? KCanG, 0,3 % THC und Sicherheit
Bleibt der Teil, den die meisten Ratgeber bis heute falsch abschreiben: die Rechtslage in Deutschland.
Der entscheidende Wert steht im Konsumcannabisgesetz (§ 1 Nr. 9 KCanG): Nutzhanf ist Cannabis, dessen THC-Gehalt 0,3 % nicht ĂŒbersteigt. Diese Fassung gilt seit dem 01.04.2024. Wer heute noch 0,2 % liest, liest eine veraltete Zahl.
Die 0,2 % stammen aus der alten Agrar- und BetĂ€ubungsmittellogik und sind schlicht ĂŒberholt. Auch EU-seitig sind HanfflĂ€chen bei höchstens 0,3 % THC förderfĂ€hig[5]. FĂŒr dich heiĂt das: Ein Shop, der bei der Grenze schlampt, schlampt meist auch beim Rest.
DarĂŒber liegt eine zweite Ebene, und die hĂ€ngt nicht am Cannabinoid, sondern am Produkttyp. Jede Kategorie hat ihren eigenen Rechtsrahmen:
- Gele und Salben: laufen als Kosmetik unter der Kosmetikverordnung, nicht als Lebensmittel.
- BlĂŒten und Hash: werden als Aromaprodukt gehandelt, nicht als Lebensmittel.
Und dann kommt die harte Grenze zum Arzneimittel. Das einzige CBD-Medikament mit EU-Zulassung ist Epidyolex, verschreibungspflichtig und zugelassen fĂŒr das Lennox-Gastaut-Syndrom und das Dravet-Syndrom. Alles, was du im Shop kaufst, hat diesen Status ausdrĂŒcklich nicht.
Die QualitĂ€t hast du oben mit den drei Reflexen schon geprĂŒft. Unsere Magic Pod ist genau dafĂŒr gebaut: vorgefĂŒllt und dosiert. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice. Wer lieber komplett offline bleibt, findet das passende Zubehör gleich daneben.
Wo liest du weiter? Guides zu BlĂŒten, Hash und Vapes
Bleibt die Frage: Wo liest du jetzt weiter? Kommt drauf an, wonach dir gerade ist.
- Du willst Sorten entdecken: Dann sind CBD-BlĂŒten dein Einstieg. Dort geht es um Sortenprofile, Terpene und darum, warum zwei BlĂŒten mit demselben CBD-Wert völlig verschieden riechen.
- Du suchst etwas Konzentriertes: CBD-Hash arbeitet mit gepresstem Harz statt BlĂŒtenmaterial, entsprechend anders liest sich die Laboranalyse.
- Du willst es einfach unkompliziert: Vorgerollte CBD-Joints nehmen dir das Drehen ab, mit fester FĂŒllmenge pro StĂŒck.
Und dann wĂ€re da noch die Hardware. In Ratgebern zu âWas ist CBDâ fehlt die meistens komplett. Im Zubehör fĂŒr CBD und THC findest du Grinder, Filter, Papers und Vape-GerĂ€te.
Du bist eher bei Cannabidiol-Ălen unterwegs? Die weiter oben skizzierte regulatorische Einordnung findet dort ihre ausfĂŒhrliche Fortsetzung. Ăle folgen einer eigenen Logik, die mit BlĂŒten wenig zu tun hat.
Fazit: was du jetzt ĂŒber CBD wirklich weiĂt
Bleibt noch das, was wirklich hĂ€ngenbleiben soll. Die Frage âWas ist CBD“ ist damit beantwortet, und zwar entlang von drei Punkten, die alles andere tragen:
- Kategorie vor MolekĂŒl. Ob ein Produkt als Lebensmittel, Kosmetik oder Aromaprodukt verkauft wird, entscheidet ĂŒber die Regeln, die dafĂŒr gelten.
- Das Gesetz steht ĂŒber dem Etikett. Was ein Shop verspricht, Ă€ndert nichts an der Kategorie, in der er verkauft[1].
- Der CoA schlĂ€gt jedes Versprechen. Wie du ihn checkst, weiĂt du jetzt.
Mein Rat: fang klein an, rechne in mg, nicht in Prozent. Nimm das Format, das zu deinem Alltag passt, nicht das mit dem lautesten Namen.
Wenn du jetzt loslegen willst, such dir bei den CBD-Produkten das aus, was zu deiner Routine passt. Analyse beim Kundenservice anfragen, dann bestellen. LĂ€uft.
HĂ€ufige Fragen
Was ist CBD?
Cannabidiol, der Wirkstoff der Hanfpflanze, der im Gegensatz zu THC keinen Rausch auslöstAGES. FĂŒr den Alltag zĂ€hlt vor allem die Folge daraus: Du kaufst kein Rauschmittel. Was tatsĂ€chlich drin ist, zeigt der Laborbericht. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice.
Was ist der Unterschied zwischen CBD und THC?
Chemisch verwandt, in der Wirkung zwei Welten: THC bindet direkt und ziemlich stark an den CB1-Rezeptor und löst den Rausch aus, CBD hat nur eine geringe AffinitÀt zu CB1 und CB2 und berauscht nicht.
Wer darf CBD nicht nehmen?
Drei Gruppen sollten die Finger davon lassen oder vorher Àrztlich abklÀren: Schwangere und Stillende, MinderjÀhrige, und alle, die dauerhaft Medikamente einnehmen.
Der Grund fĂŒr den dritten Punkt ist eine Wechselwirkung, keine Meinung: CBD wird ĂŒber dieselben Enzyme in der Leber abgebaut wie viele Arzneimittel, darunter Blutgerinnungshemmer und Antiepileptika. Es kann deren Spiegel verĂ€ndern, in beide Richtungen. Wer solche Mittel nimmt, bespricht CBD mit Arzt oder Apotheker, bevor er anfĂ€ngt, und nicht danach.
Was sagen Ărzte zu CBD?
ZurĂŒckhaltend, und unterschiedlich je nach Frage. Anerkannt ist CBD dort, wo es geprĂŒft wurde: In der EU ist ein CBD-haltiges Arzneimittel fĂŒr bestimmte, seltene Epilepsieformen zugelassen, auf Rezept, in definierter Dosierung, nach klinischen Studien.
FĂŒr alles andere (Schlaf, Stress, Schmerzen) gilt aus Ă€rztlicher Sicht: Es gibt Hinweise und Erfahrungsberichte, aber keine Zulassung und keine belastbare Dosierungsempfehlung. Seriöse Stellen formulieren deshalb offen, dass die Studienlage dĂŒnn ist. Das ist keine Absage, aber auch kein Versprechen, und ein frei verkĂ€ufliches CBD-Produkt bleibt ein NahrungsergĂ€nzungs- oder Kosmetikprodukt, kein Medikament.
Was ist der Unterschied zwischen CBD und CBG?
CBG ist der Ausgangsstoff, CBD das Ergebnis. In der Pflanze entsteht zuerst CBGA (die âMutterâ der Cannabinoide) und wird im Lauf der BlĂŒte enzymatisch in CBDA, THCA und andere umgewandelt. Was am Ende als CBG ĂŒbrig bleibt, ist deshalb wenig: meist unter einem Prozent, auĂer in eigens frĂŒh geernteten Sorten.
Gemeinsam haben beide, dass sie nicht berauschend wirken. Unterschiede gibt es in der VerfĂŒgbarkeit (CBG-Extrakte sind seltener und teurer) und im Forschungsstand, der bei CBG noch deutlich dĂŒnner ist als bei CBD. Wer beides vergleicht, vergleicht ein gut untersuchtes mit einem kaum untersuchten Cannabinoid.
Was ist CBD Ăl?
Ein TrÀgeröl mit gelöstem Cannabidiol, meist im 10-ml-FlÀschchen. Der wichtigste Handgriff beim Kauf: Rechne die Prozentangabe in mg pro Tropfen um, sonst vergleichst du Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben.
Was ist CBD Gras?
Damit sind CBD-BlĂŒten gemeint, die in Deutschland als Aromaprodukt gehandelt werden, nicht als Lebensmittel. Zwei BlĂŒten mit demselben CBD-Wert können durch unterschiedliche Terpenprofile wie Myrcen, Limonen oder Pinen völlig verschieden riechen und schmecken.
Was ist CBD Isolat?
Isolat ist eine der drei Extraktbauarten neben Vollspektrum und Breitspektrum, siehe Abschnitt âVollspektrum, Breitspektrum oder Isolat: was ist der Unterschied?â. Der Unterschied zwischen den drei Formaten lĂ€sst sich messen und schmecken, nicht nur am Etikett ablesen.
Was ist CBD Liquid?
CBD Liquid ist speziell fĂŒr Vapes und Pods gemacht und ausschlieĂlich zum Verdampfen gedacht, niemals zum Schlucken. Es unterscheidet sich damit klar von CBD Ăl, das oral eingenommen wird, auch wenn beide Formate denselben Wirkstoff enthalten können.
Was ist CBD Gel?
CBD Gel, Balsam und Creme gelten als Kosmetik und unterliegen der Kosmetikverordnung. Sie werden Ă€uĂerlich angewendet und sind damit anders eingeordnet als Ăle zum Tropfen oder Liquids zum Verdampfen.
Quellen
- Konsumcannabisgesetz (KCanG) â Gesetze im Internet, Bundesministerium der Justiz â www.gesetze-im-internet.de
- Medizinisches Cannabis â Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle â www.bfarm.de
- Fragen und Antworten zu den gesundheitlichen Risiken von hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln â Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) â www.bfr.bund.de
- Hanf, THC, Cannabidiol (CBD) und Co â FAQ des Bundesamts fĂŒr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) â www.bvl.bund.de
- Verordnung (EU) 2021/2115, Art. 4 â HanfflĂ€chen nur förderfĂ€hig bei einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % â EUR-Lex â eur-lex.europa.eu
- EMA â Epidyolex (Cannabidiol), EPAR â www.ema.europa.eu
- AGES (Ăsterreich) â Cannabidiol (CBD) â www.ages.at
- BAG (Schweiz) â Cannabis â www.bag.admin.ch
- BLV (Schweiz) â CBD in Kosmetika â www.blv.admin.ch
- MedUni Wien â CBD als Schmerzmittel: Wirksamkeit klinisch nicht nachweisbar â www.meduniwien.ac.at
- WHO ATC/DDD-Index â N03AX24 (Cannabidiol) â atcddd.fhi.no















