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Alkohol-Lobbyisten und das Hanf-Verbot in den USA: Was bekannt ist

Alkohol-Lobbyisten und das Hanf-Verbot in den USA: Was bekannt ist

Aktuelles · USA

Laut einem Bericht von Marijuana Moment haben Lobbyisten der Alkoholbranche in den USA Staatsanwälte für ein bundesweites Verbot von THC-Hanfprodukten gewonnen. Der Streit zeigt, wie hart in Washington um die Zukunft der Hanfbranche gerungen wird, bevor die Frist am 11. Dezember 2026 abläuft.

Das Wichtigste

  • Alkohol-Lobbyisten sollen Generalstaatsanwälte zur Unterstützung des Hanf-Verbots gedrängt haben.
  • Das Verbot greift nun erst am 11. Dezember 2026, nach Beschluss des Kongresses vom 2. September 2026.
  • Ob der Kongress das Verbot ändert oder verschiebt, ist offen.

Der Streit um Hanfprodukte mit THC in den USA bekommt eine neue Wendung. Marijuana Moment fasst einen Bericht zusammen, der am 30. Oktober 2026 erschien. Es geht um Alkohol-Lobbyisten und ein mögliches Hanf-Verbot auf Bundesebene.

Was über die Alkohol-Lobbyisten berichtet wird

Laut dem Bericht haben Lobbyisten großer Alkoholkonzerne Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten gedrängt. Sie sollten einen Brief unterzeichnen, der den Kongress auffordert, das bundesweite Verbot von THC-haltigen Hanfprodukten beizubehalten. Auch Yahoo greift das Thema auf.

Politico kam nach Angaben von Marijuana Moment an E-Mails. Demnach schrieb Todd Kranda, der für Anheuser-Busch tätig ist, im Juli an den Generalstaatsanwalt von North Dakota. Thema war die Verlängerung der Übergangsfrist.

  • Genannt werden in der Fiche Anheuser-Busch, Molson Coors und Diageo.
  • Im August 2026 schloss sich Drew Wrigley aus North Dakota einer überparteilichen Koalition an.
  • Insgesamt 34 Generalstaatsanwälte von Bundesstaaten und Territorien forderten den Kongress auf, das Verbot nicht zu verzögern, aufzuheben oder abzuschwächen.

Hanf-Verbot in den USA: der zeitliche Ablauf

Der Farm Bill von 2018 machte Hanfderivate mit weniger als 0,3 % Delta-9-THC (Trockengewicht) auf Bundesebene legal. Daraus entstand eine eigene Hanfbranche, wie die Quellen schildern.

Am 12. November 2025 unterzeichnete Präsident Donald Trump ein Gesetz, das Hanf neu definiert. Laut Marijuana Moment und Yahoo bleiben danach nur Produkte mit höchstens 0,4 Milligramm Gesamt-THC pro Behälter erlaubt.

Am 2. September 2026 beschloss der Kongress den Continuing Appropriations and Extensions Act 2027. Er verschiebt das Inkrafttreten des Verbots vom 12. November auf den 11. Dezember 2026.

Politik zwischen Verbot und Regulierung

Der Abgeordnete Morgan Griffith sagte laut Marijuana Moment, er wolle seine Regeln für THC-Produkte vor dem 11. Dezember in ein Haushaltsgesetz bringen. Sonst drohten Probleme. Ein komplettes Aus für berauschende THC-Produkte hält er auf Bundesebene nicht für machbar. Er plädiert für Drittlabortests und Altersgrenzen.

Trump und das Weiße Haus haben den Kongress laut dem Bericht in den vergangenen Monaten mehrfach gedrängt, das Verbot zu verschieben, zu ändern oder zu kippen. Das Unternehmen Herb Light startete zudem eine Aktion, bei der Kunden Sixpacks THC-Getränke samt Unterstützerbrief an Abgeordnete schicken lassen konnten.

Die Folgen für Betriebe vor Ort

Laut Yahoo könnte Moon Flower Hemp in Buckhannon, West Virginia, schließen, falls die Regeln greifen. Die Schwestern Macie und Riley Queen führen den Laden seit 3,5 Jahren. Sie reisten zu den Parlamenten in West Virginia und Washington, um für Regulierung statt Abschaffung zu werben.

Riley Queen sagt laut Yahoo, es gebe schwarze Schafe in der Branche, deshalb setze man auf Regeln statt auf ein Komplettverbot.

Was das für dich ändert

Für dich in Deutschland hat das keine direkte Folge, denn es geht um US-Bundesrecht. Es könnte aber zeigen, wohin die Debatte um THC-Produkte und Hanf international gehen kann. Wie die Lage hierzulande aussieht, erklärt unser Überblick zum Cannabisgesetz 2026. Wer die Grundlagen sucht, findet sie in Was ist Nutzhanf. Ein ähnlicher Fall aus den USA ist die DEA-Ablehnung in Minnesota.

Wie es weitergeht

Der Kongress muss vor dem 11. Dezember 2026 handeln. Entweder bleibt das Verbot, oder es kommt ein System aus Regulierung und Besteuerung. Griffith hofft auf die Lame-Duck-Sitzung nach den Zwischenwahlen. Ob das klappt, ist offen.

Häufige Fragen

Was berichten Medien über Alkohol-Lobbyisten und Hanf?

Laut Marijuana Moment drängten Lobbyisten großer Alkoholkonzerne Generalstaatsanwälte, ein bundesweites Verbot von THC-Hanfprodukten zu unterstützen. Grundlage sind E-Mails, die Politico erhielt.

Wann tritt das Hanf-Verbot in den USA in Kraft?

Nach dem Beschluss vom 2. September 2026 soll es am 11. Dezember 2026 greifen. Zuvor war der 12. November 2026 vorgesehen.

Betrifft das Verbot Käufer in Deutschland?

Nach der Fiche nicht direkt, denn es geht um US-Bundesrecht. Es zeigt aber, wie kontrovers THC-Hanf international diskutiert wird.

Quellen

  1. Marijuana Moment — Alcohol Lobbyists Encouraged Law Enforcement Officials To Push For Federal Hemp Crackdown, Report Says
  2. Yahoo — West Virginia hemp business facing closure if new federal rules take effect

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