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Die US-Drogenbehörde DEA hat laut Berichten über 900 Medizinal-Cannabis-Unternehmen bundesweit registriert, lehnt aber Betriebe in Staaten mit Doppellizenz ab. Das zeigt, wie unterschiedlich medizinische und freizeitorientierte Systeme in den USA behandelt werden.
Das Wichtigste
- Über 900 Medizinal-Dispensaries in sieben US-Staaten erhalten die bundesweite DEA-Registrierung.
- Ein Dispensary in Minneapolis wird wegen der Doppellizenz Minnesotas abgelehnt.
- Innerhalb von 30 Tagen kann eine Anhörung beantragt oder ein Korrekturplan eingereicht werden.
Am 31. Oktober 2026 wurde bekannt, dass die DEA die Registrierung von mehr als 900 Dispensaries für medizinisches Cannabis genehmigt hat. Das berichten Marijuana Moment und Law360. Gleichzeitig gibt es eine klare Absage an einen Betrieb in Minnesota.
Wer die Registrierung bekommt
Laut Marijuana Moment liegen alle genehmigten Betriebe in sieben Staaten:
- Alabama
- Florida
- Mississippi
- South Dakota
- Texas
- Virginia
- West Virginia
Diese Staaten erlauben nur medizinisches Cannabis. Virginia hat dieses Jahr zwar den Verkauf an Erwachsene legalisiert, aber noch keine Lizenzen vergeben. Mit der Registrierung kommen Vorteile und Schutz, die mit der Neueinstufung von Cannabis durch die Trump-Regierung zusammenhängen.
Die DEA Minnesota Dispensary Ablehnung im Detail
Anders sieht es in Minnesota aus. Die DEA schickte dem Dispensary In-Dispensary in Minneapolis einen Bescheid, der die Registrierung verweigert. Grund ist die Doppellizenz des Staates für medizinische und nicht-medizinische Nutzung, so Marijuana Moment.
Die Behörde nennt weitere Punkte:
- fehlende schriftliche Arztbescheinigungen für manche Patienten, etwa Militärveteranen
- die Zulassung synthetischer, aus Hanf gewonnener Cannabisprodukte
Was die Behörde sagt
Laut DEA-Vertreterin Cheri Oz wäre eine Registrierung von Unternehmen, die nach Minnesotas Recht arbeiten, nicht mit dem Gesetz über kontrollierte Substanzen und den internationalen Verpflichtungen der USA vereinbar. Zudem fehle dem System ein robuster Schutz vor Abzweigung, weil der nicht-medizinische Gebrauch auf Bundesebene verboten bleibt.
Die Antwort aus Minnesota
Das Minnesota Office of Cannabis Management erklärt, der Bescheid ändere nichts am Landesrecht für das medizinische und das Erwachsenenprogramm. Medizinisches Cannabis bleibe für Patienten erhältlich.
Wie es weitergeht
In-Dispensary kann binnen 30 Tagen eine Anhörung beantragen oder einen Korrekturplan einreichen. Das gilt laut Bericht auch für andere Dispensaries in Minnesota.
Offen bleibt, ob und wie Unternehmen für Erwachsenen-Cannabis bei einer breiteren Neueinstufung eine Bundesregistrierung bekommen könnten. Ebenso offen ist der Ausgang der laufenden DEA-Anhörung zu einer Neueinstufung über medizinisches Cannabis hinaus.
Was das für dich ändert
Für dich in Deutschland hat die Entscheidung keine direkte Wirkung. Sie zeigt aber, dass die US-Politik medizinische und freizeitorientierte Modelle bislang getrennt behandelt. Wie sich die Debatte dort entwickelt, kannst du im Beitrag zum US-Entwurf zur Cannabis-Legalisierung nachlesen.
Wenn dich interessiert, wie THC und CBD überhaupt im Körper wirken, hilft dir unser Artikel zur Cannabis-Wirkung im Körper weiter.
Häufige Fragen
Wie viele Dispensaries hat die DEA registriert?
Laut Marijuana Moment und Law360 sind es mehr als 900 Medizinal-Cannabis-Unternehmen. Sie liegen in sieben US-Staaten.
Warum wurde das Dispensary in Minneapolis abgelehnt?
Die DEA nennt die Doppellizenz Minnesotas, fehlende ärztliche Bescheinigungen für manche Patienten und die Zulassung synthetischer Hanfprodukte.
Welche Möglichkeiten hat In-Dispensary jetzt?
Innerhalb von 30 Tagen kann das Dispensary eine Anhörung beantragen oder einen Korrekturplan vorlegen.
Quellen
- Marijuana Moment — DEA Refuses To Approve Marijuana Businesses In States That Allow Dual Medical And Recreational Licensing
- Law360 — DEA Begins Registering Hundreds of Marijuana Dispensaries














