Inhalt8 Abschnitte
- Wie wird CBD Öl hergestellt? Extraktion, Trägeröl, Spektrum
- Prozent, Milligramm, Tropfen: das Etikett richtig lesen
- CBD Öl, Hanföl, Cannabisöl, THC-Öl: die Unterschiede
- Wie wirkt CBD Öl? Was die Forschung sagt und was nicht
- Einnahme: sublingual, oral, als Tropfen
- Ist CBD Öl in Deutschland legal? Nutzhanf, 0,3 % und Novel Food
- Was kostet CBD Öl? Preise Stand 09/2026
- Häufige Fragen

CBD Öl ist ein Extrakt aus Blüten und Blättern von Nutzhanf (Cannabis sativa L.), gelöst in einem Trägeröl wie Hanfsamenöl oder MCT-Öl. Es ist nicht berauschend, weil es statt THC hauptsächlich Cannabidiol enthält. Die Prozentangabe auf dem Etikett beschreibt den CBD-Anteil, nicht die Qualität.
Molekular betrachtet ist das Ganze unspektakulär: Cannabidiol ist lipophil, löst sich also hervorragend in Fett und praktisch gar nicht in Wasser. Genau deshalb steckt es in einem Trägeröl und nicht in einer wässrigen Lösung.
Ein Detail, das in Produktbeschreibungen fast immer untergeht: In der frischen Pflanze liegt überwiegend die Säureform CBDA vor. Erst durch Decarboxylierung, also gezielte Wärmezufuhr, entsteht daraus das CBD, das im Analysenzertifikat auftaucht. Wer CBDA und CBD in einem Laborbericht verwechselt, liest die Zahlen falsch.
Nutzhanf gilt in Deutschland nur dann als Nutzhanf, wenn der THC-Gehalt höchstens 0,3 % beträgt. Das steht so in § 1 Nr. 8 KCanG[1], und denselben Grenzwert nennt das EU-Recht für förderfähige Hanfflächen[6].
Wichtig für die Einordnung: Die Verbraucherzentrale vertritt die Auffassung, dass CBD-haltige Lebensmittel ohne Novel-Food-Zulassung nicht verkehrsfähig sind. Grundlage dieser Einschätzung ist die Einstufung von Cannabinoid-Extrakten im EU-Novel-Food-Katalog der Europäischen Kommission.
Praktische Folge für dich: Diese Öle laufen im Handel meist als Aroma- oder Kosmetikprodukt, nicht als Nahrungsergänzung. Alles Weitere zur Rechtslage steht gebündelt im Abschnitt „Ist CBD Öl in Deutschland legal?“.
| Merkmal | Fakt |
|---|---|
| Was es ist | Cannabinoid-Extrakt in einem Trägeröl, zum Tropfen unter die Zunge |
| Rohstoff | Blüten und Blätter von Nutzhanf (Cannabis sativa L.) |
| Spektrum | Vollspektrum, Breitspektrum (THC-frei), Isolat (reines CBD) |
| Prozentangabe | CBD-Anteil am Gesamtinhalt, Basis für die Umrechnung in mg |
| THC-Gehalt | höchstens 0,3 % bei Nutzhanf (§ 1 Nr. 8 KCanG) |
| Novel Food | keine EU-Zulassung, siehe Abschnitt zur Rechtslage |
| Preisspanne | 29,00–49,00 € im Spliff-Katalog, Stand 09/2026 (kein Marktdurchschnitt) |
Der Preis hängt fast immer an der Konzentration. Wer den Preis pro Prozentpunkt rechnet, sieht schnell, ob ein Premium CBD seinen Aufschlag wert ist. Genau das rechnen wir im Abschnitt „Was kostet CBD Öl?“ vor.
In diesem Guide klären wir, wie Extraktion und Winterisierung funktionieren, was Vollspektrum CBD Hanföl von einem Isolat unterscheidet und wie du ein Bio-Siegel einordnest. Danach liest du Etikett und Analysenzertifikat selbst. Die molekularen Grundlagen findest du unter Was ist CBD.
Wie wird CBD Öl hergestellt? Extraktion, Trägeröl, Spektrum
Zwischen Pflanze und Pipette liegen mehrere Verfahrensschritte, und jeder einzelne prägt, was am Ende im Fläschchen landet. Entscheidend sind drei davon: das Extraktionsverfahren, die Winterisierung und die Wahl des Trägeröls.
Der Ausgangspunkt sind die Trichome, die harzigen Drüsenköpfe auf Blüten und Blattrand. Dort speichert die Pflanze ihre Cannabinoide, allerdings fast ausschließlich in der Säureform.
Die Apotheken Umschau beschreibt CBD Öl als Produkt aus Hanfblättern und Hanfblüten, das anschließend mit einem Trägeröl gemischt wird, in vielen Fällen Hanfsamenöl. Genau diese zwei Bausteine, Extrakt und Trägeröl, entscheiden über den Charakter des Produkts.
Dieselbe Logik wie bei CBDA gilt für THCA und THC: Rohes Pflanzenmaterial ist chemisch etwas ganz anderes als ein fertiges Extrakt, auch wenn beides aus derselben Pflanze stammt. Erhitzungsschritte verändern das Cannabinoidprofil messbar, weil die Säureformen dabei decarboxylieren.
Für die Extraktion selbst haben sich zwei Prinzipien durchgesetzt. Bei der CO₂-Extraktion wird Kohlendioxid oberhalb seines kritischen Punkts (31,0 °C und 73,8 bar) in einen Zustand zwischen Gas und Flüssigkeit gebracht. Es durchdringt das Material wie ein Gas, löst Harz wie ein Lösungsmittel und verflüchtigt sich danach rückstandsfrei.
Über Druck und Temperatur lässt sich steuern, welche Stoffgruppen mitkommen. Das macht das Verfahren selektiv, aber technisch aufwendig und teuer.
Die Ethanol-Extraktion arbeitet anders: Alkohol ist ein starkes, unspezifisches Lösungsmittel und zieht neben den Cannabinoiden auch Wachse, Fette und Chlorophyll mit. Effizient und günstig, aber es verlangt Nacharbeit.
Genau dafür gibt es die Winterisierung. Der Rohextrakt wird stark heruntergekühlt, die schlechter löslichen Wachse flocken aus und werden abfiltriert. Ohne diesen Schritt siehst du das Ergebnis später im Glas.
Danach folgt das Trägeröl, und das ist Teil des Produkts, nicht bloß Füllmaterial.
Hanfsamenöl bringt eine nussige Eigennote mit und wird gern für ein Vollspektrum Hanföl mit CBD verwendet. MCT-Öl bleibt geschmacklich neutral und dünnflüssiger, weshalb es bei geschmacksneutralen Ölen verbreitet ist.
Bleibt die dritte Stellschraube: das Spektrum. Es beschreibt, wie viel vom ursprünglichen Pflanzenprofil im Extrakt erhalten bleibt. In der Analytik siehst du das sofort, nämlich an der Zahl der Peaks im Chromatogramm.
| Spektrum | Enthält | Geschmack & Profil |
|---|---|---|
| Vollspektrum | CBD, Nebencannabinoide, Terpene, THC-Spuren unterhalb des Grenzwerts | kräftig, pflanzlich; breitestes Cannabinoidprofil im Laborbericht |
| Breitspektrum | wie Vollspektrum, THC nachträglich entfernt | ähnlich, aber THC-frei ausgewiesen |
| Isolat | kristallines CBD, üblicherweise über 99 % Reinheit | geschmacksneutral; nur ein einziger Peak im Profil |
Ob CBD Vollspektrum aus Hanf oder Isolat im Fläschchen steckt, verrät nicht der Produktname, sondern das Cannabinoidprofil im Analysenzertifikat.
Prozent, Milligramm, Tropfen: das Etikett richtig lesen
Die Prozentangabe auf einer CBD-Flasche bezeichnet den CBD-Gehalt bezogen auf den gesamten Flascheninhalt, also den Massenanteil des Cannabidiols im Trägeröl. Genau diese eine Zahl entscheidet, ob du zwei Produkte überhaupt vergleichen kannst. Alles andere auf dem Label ist Beiwerk.
Rechne es einmal sauber durch, dann brauchst du nie wieder ein Bauchgefühl. Eine 10-ml-Flasche mit 20 % enthält rund 2 000 mg CBD. Aus 10 ml lassen sich je nach Pipettengeometrie und Viskosität etwa 250 Tropfen entnehmen, macht rechnerisch rund 8 mg CBD pro Tropfen.
| Konzentration | CBD in 10 ml | rechnerisch pro Tropfen (≈ 250 Tropfen) |
|---|---|---|
| 5 % | ≈ 500 mg | ≈ 2 mg |
| 10 % | ≈ 1 000 mg | ≈ 4 mg |
| 20 % | ≈ 2 000 mg | ≈ 8 mg |
| 30 % | ≈ 3 000 mg | ≈ 12 mg |
| 40 % | ≈ 4 000 mg | ≈ 16 mg |
Die üblichen Stufen 5 %, 10 %, 20 % oder die Auszeichnung CBD Öl hochdosiert beschreiben also ausschließlich die Konzentration des Extrakts im Trägeröl. Über Reinheit, Anbau oder Analysequalität sagen sie exakt nichts. Ein 5-prozentiges Öl kann analytisch sauberer sein als ein 40-prozentiges. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass der tatsächliche CBD-Gehalt in Untersuchungen oft deutlich über der Deklaration lag.
Kritisch wird es, wenn die Zahl komplett fehlt. Produkte, die als Hanföl CBD Tropfen oder schlicht als „Hanfextrakt“ verkauft werden, ohne Prozent- und mg-Angabe, entziehen sich jeder Prüfung. Ohne ausgewiesenen Gehalt kannst du weder rechnen noch zwei Flaschen gegeneinanderstellen.
Das eigentliche Kontrolldokument ist das Analysenzertifikat, kurz COA, idealerweise chargenbezogen. Es weist das Cannabinoidprofil aus, also CBD, CBDA und die Nebencannabinoide, dazu den Delta-9-THC-Gehalt in Zahlen. Erst damit lässt sich die Etikettenangabe gegen eine reale Messung halten.
Ein vollständiges Zertifikat geht weiter und listet Schwermetalle, Pestizid- sowie Lösungsmittelrückstände. Der Blick auf den THC-Wert ist dabei kein Formalismus: Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Aufnahme von THC über hanfhaltige Erzeugnisse ausdrücklich bewertet und benennt die Gehaltskontrolle als den entscheidenden Punkt[3].
Wer bei CBD Öl Etikett und COA nebeneinanderlegt, prüft drei Parameter in dreißig Sekunden: Stimmt der deklarierte Gehalt mit der Messung überein, passt die Chargennummer zur Flasche, und ist das Prüfdatum aktuell. In der Praxis scheitert dieser Abgleich seltener am deklarierten Gehalt als an einer fehlenden oder nicht passenden Chargennummer.
CBD Öl, Hanföl, Cannabisöl, THC-Öl: die Unterschiede
Hanföl, CBD Öl, Cannabisöl und THC-Öl bezeichnen vier chemisch völlig verschiedene Produkte, die sich in Rohstoff, Cannabinoidprofil und rechtlichem Status unterscheiden. Wer die Zahlen auf dem Etikett lesen kann, scheitert im Regal trotzdem oft am Produktnamen. Trenne die vier Begriffe einmal sauber, und du greifst nie wieder zum falschen Fläschchen.
Hanföl ist ein kaltgepresstes Speiseöl aus den Samen der Pflanze. Samen enthalten praktisch keine Cannabinoide, also weder nennenswertes Cannabidiol noch THC, sondern Fettsäuren, Vitamin E und den typisch nussigen Geschmack.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung ordnet Hanfsamenerzeugnisse als Lebensmittel ein, bei denen THC allenfalls als Verunreinigung durch anhaftendes Pflanzenmaterial auftritt[3]. Analytisch heißt das: Was du misst, stammt vom Blattmaterial an der Samenschale, nicht aus dem Samen selbst.
Genau hier entsteht der teuerste Irrtum beim Kauf: Ein 250-ml-Flakon Hanföl für wenige Euro im Supermarkt ist kein günstiges CBD Öl, sondern schlicht Salatöl. Es fehlt der Extrakt aus Blüten und Blättern, der bei CBD Ölen den Wirkstoffgehalt ausmacht.
„Cannabisöl“ ist der Problembegriff. Er hat weder eine rechtliche noch eine analytische Definition und kann alles bezeichnen: ein Blütenextrakt, ein Samenöl, eine THC-haltige Zubereitung oder eine Mischung. Steht auf einer Flasche nur „Cannabisöl“ ohne Cannabinoidprofil, weißt du nichts über den Inhalt.
THC-Öl dagegen ist eindeutig: ein berauschendes Extrakt aus THC-reichem Cannabis. Solche Zubereitungen fallen unter das Konsumcannabisgesetz, ein freier Verkauf an Verbraucher findet in Deutschland nicht statt[1]. Was du als CBD Produkte regulär im Handel findest, stammt ausschließlich aus Nutzhanf.
| Produkt | Rohstoff | Wirkstoff | Berauschend? | Frei verkäuflich? |
|---|---|---|---|---|
| Hanföl (Speiseöl) | Hanfsamen | Fettsäuren, kaum Cannabinoide | Nein | Ja, als Lebensmittel |
| CBD Öl | Blüten und Blätter von Nutzhanf | Cannabidiol im Trägeröl | Nein | Siehe Abschnitt „Rechtslage“ |
| Cannabisöl | undefiniert | undefiniert | je nach Inhalt | nicht pauschal beantwortbar |
| THC-Öl | THC-reiches Cannabis | THC | Ja | Nein, Handel nicht erlaubt[1] |
Ein Zusatz wie „CBD Bio“ betrifft übrigens nur den Anbau des Rohstoffs, nicht den Cannabinoidgehalt. Auch Bio-zertifizierte Chargen können im CBD-Gehalt deutlich schwanken: Das Siegel prüft Rückstände und Anbaumethode, nicht das Cannabinoidprofil.
Wie sich die beiden Hauptmoleküle chemisch und in ihrer Wirkung unterscheiden, liest du im Detail unter Unterschied zwischen CBD und THC.
Wie wirkt CBD Öl? Was die Forschung sagt und was nicht
CBD ist ein nicht berauschendes Cannabinoid, das im Gegensatz zu THC den CB1-Rezeptor nicht direkt aktiviert. Genau daran hängt die Frage, die hinter fast jeder Suchanfrage zu diesem Thema steckt: Was passiert eigentlich im Körper, und wie lange dauert das?
CBD wirkt nicht berauschend, weil es den CB1-Rezeptor nicht direkt aktiviert wie THC, sondern über andere Angriffspunkte mit dem Endocannabinoid-System interagiert. Sublingual aufgenommen setzt die Aufnahme innerhalb von Minuten ein, geschluckt eher im Bereich einer Stunde.
Der entscheidende Unterschied liegt auf molekularer Ebene, nämlich in der Rezeptorbindung. THC dockt als Agonist direkt am CB1-Rezeptor an und löst genau deshalb den Rausch aus. Cannabidiol tut das nicht, es greift an anderer Stelle in dasselbe System ein, weshalb die Wirkung qualitativ nicht vergleichbar ist.
Zum Risikoprofil gibt es eine belastbare Einordnung: Der WHO-Expertenausschuss für Drogenabhängigkeit (ECDD) kam in seinem Critical Review Report zu Cannabidiol (2018) zu dem Schluss, dass reines CBD kein Missbrauchs- oder Abhängigkeitspotenzial erkennen lässt. Das ist eine Aussage über Sicherheit, kein Wirkversprechen.
Zum Tempo liefert die pharmakokinetische Übersichtsarbeit von Millar et al. (2018, Frontiers in Pharmacology) die Größenordnung. Unter der Zunge gehalten umgeht ein Teil des Extrakts den First-Pass-Metabolismus in der Leber und gelangt schneller in den Kreislauf. Geschluckt läuft alles über den Magen-Darm-Trakt, was den Eintritt nach hinten schiebt und die aufgenommene Menge laut derselben Arbeit deutlich stärker schwanken lässt.
Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Begriff Entourage Effekt. Gemeint ist die Hypothese, dass Terpene und Nebencannabinoide in Vollspektrum-Produkten zusammenwirken und das Profil verändern. Der Terpen Entourage Effekt ist in der Literatur diskutiert, aber analytisch nicht abschließend belegt, und er taugt nicht als Argument für irgendeine Anwendung.
Und damit zur Grenze, die dieser Text nicht überschreitet. Fragen nach einer Wirkung bei bestimmten Beschwerden lassen sich anhand frei verkäuflicher Produkte nicht beantworten. Auch drugcom.de, das Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, schreibt Cannabidiol keine psychoaktive Wirkung zu, hält aber ebenso fest, dass der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollständig erforscht und die Forschung nicht abgeschlossen ist.
Wer bei CBD Öl eine Indikation sucht, sucht am falschen Regal: Dieser Ratgeber erklärt Etiketten und Extraktion, keine Anwendungen.
Einnahme: sublingual, oral, als Tropfen
Die sublinguale Anwendung bezeichnet die Aufnahme der Tropfen über die Mundschleimhaut: Du gibst das Öl mit der Pipette unter die Zunge, hältst es dort ungefähr 30 bis 60 Sekunden und schluckst erst danach. Das ist die übliche Anwendung, und die Produktinformation dazu ist erstaunlich schlicht.
Der Grund für dieses Vorgehen ist rein physiologisch. Die Mundschleimhaut ist stark durchblutet und dünn, ein Teil der lipophilen Moleküle kann dort direkt übertreten. Alles, was du früher runterschluckst, nimmt schlicht den langsameren Weg über den Magen-Darm-Trakt und die Leber.
Wie stark dieser Unterschied ausfällt, ist wissenschaftlich weniger eindeutig, als viele Etiketten suggerieren. Millar und Kollegen halten in ihrem Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans (Frontiers in Pharmacology, 2018) fest, dass die Datenlage zur oromukosalen Aufnahme von Cannabidiol heterogen und die Bioverfügbarkeit stark schwankend ist.
Die zweite Variante ist die orale: eingerührt in Lebensmittel oder Getränke. Weil Cannabidiol lipophil ist, also fettlöslich und praktisch wasserunlöslich, braucht es dabei einen Fettanteil. Also eher Joghurt, Suppe oder ein Dressing als ein Glas Wasser.
- Sublingual: Tropfen unter die Zunge, kurz halten, dann schlucken.
- Oral: in fetthaltige Speisen einrühren, nicht in heiße Flüssigkeiten kippen.
- Geschmack: hängt fast vollständig vom Trägeröl ab. Hanföl bringt eine nussig-grüne Note mit, neutrale Öle schmecken nach fast nichts.
Im Handel begegnet dir dasselbe Produkt unter mehreren Namen: CBD Öl, CBD Tropfen oder CBD Hanföl Tropfen meinen in aller Regel dieselbe Darreichungsform. Die Anwendung unterscheidet sich zwischen diesen CBD Ölen nicht, unabhängig von Konzentration oder Verkaufspreis.
Und zur Frage nach der besten Tageszeit: Für morgens, mittags oder abends gibt es keine belegte Empfehlung. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, bespricht die Anwendung vorab in der Arztpraxis oder Apotheke, aus dem bereits genannten Grund möglicher Wechselwirkungen.
Wenn dich interessiert, wie sich Öle im Vergleich zu anderen Darreichungsformen verhalten, findest du alle Methoden, CBD zu konsumieren, an einer Stelle gebündelt.
Ist CBD Öl in Deutschland legal? Nutzhanf, 0,3 % und Novel Food
Die Rechtslage zu CBD Öl in Deutschland läuft auf zwei getrennten Ebenen: dem Cannabisrecht und dem Lebensmittelrecht. Erst wenn du beide sauber auseinanderhältst, verstehst du, warum dasselbe Fläschchen mal als Aromaöl und mal als Kosmetikprodukt im Regal steht. Die meisten Shops quetschen genau diesen Punkt in eine Zeile Kleingedrucktes.
Ebene eins ist das Cannabisrecht, bereits mit dem THC-Grenzwert benannt; der Gesetzestext ist auf gesetze-im-internet.de frei einsehbar[1]. Kauf und Besitz eines Nutzhanf-Produkts unterhalb dieses Werts sind erlaubt, weil es damit rechtlich nicht als Cannabis im Sinne des Gesetzes gilt.
Ebene zwei ist das Lebensmittelrecht, und dort wird die Sache unübersichtlich. Cannabinoid-Extrakte gelten in der EU als neuartige Lebensmittel im Sinne der Verordnung (EU) 2015/2283, was eine Zulassung voraussetzt[5]. Die Verfahren laufen, abgeschlossen sind sie nicht, und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ordnet CBD-haltige Erzeugnisse in seinen FAQ entsprechend ein[4].
Damit bekommt das Analysenzertifikat eine zweite Funktion. Der ausgewiesene Delta-9-THC-Wert ist nicht nur ein Qualitätsparameter, er ist die Zahl, an der die rechtliche Einordnung des Produkts hängt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung befasst sich in seinen Fragen und Antworten ausführlich mit THC-Gehalten in hanfhaltigen Erzeugnissen[3].
Ein Punkt, der in Diskussionen ständig durcheinandergeht: Ein Bio-Siegel sagt nichts über den Rechtsstatus des Extrakts. Wer rechtssicher kaufen will, schaut auf Chargenanalyse und THC-Wert, nicht auf das Siegel.
Wenn du an einzelnen Stellen tiefer in die Molekül- und Verfahrensebene einsteigen willst, führen diese Texte weiter:
- Was ist CBD: die Molekülgrundlagen, Rezeptorlogik und Herkunft des Wirkstoffs.
- Unterschied zwischen CBD und THC: warum das eine berauscht und das andere nicht, chemisch und rechtlich getrennt.
- Alle Methoden, CBD zu konsumieren: Öl, Blüten, Vape, Edibles im direkten Vergleich der Aufnahmewege.
Was kostet CBD Öl? Preise Stand 09/2026
Der Preis pro Prozentpunkt ist die einzige Kennzahl, die zwei CBD-Öle wirklich vergleichbar macht: Er setzt den Verkaufspreis ins Verhältnis zur deklarierten Wirkstoffkonzentration und zeigt dir, was du pro Einheit Cannabinoid tatsächlich bezahlst. Alles andere ist Flaschenoptik.
| Vollspektrum CBD | Normaler Preis (Stand 09/2026) | Preis pro Prozentpunkt |
|---|---|---|
| Öl 20 % | 29,00 € | 1,45 € |
| Öl 30 % | 39,00 € | 1,30 € |
| Öl 40 % | 49,00 € | 1,23 € |
Vergleiche also nicht Flasche gegen Flasche, sondern Prozentpunkt gegen Prozentpunkt, und prüfe zusätzlich Spektrum, Trägeröl und Analysenzertifikat.
Wenn du die Rechnung an einem konkreten Produkt nachvollziehen willst: Unsere CBD Tropfen sind durchgehend Vollspektrum aus EU-Nutzhanf, der Einstieg ist das Öl 20 % Vollspektrum. Ob dir ein Bio-CBD-Vollspektrum wichtiger ist als der niedrigste Preis pro Prozentpunkt, entscheidest du.
Dieser Guide ersetzt keine medizinische Beratung.

Häufige Fragen
Was ist CBD Öl?
Ein Pflanzenextrakt aus Nutzhanf, der nach der Extraktion in einem fetten Trägeröl gelöst wird. Was genau im Fläschchen landet, entscheiden Verfahren und Spektrum; nachlesen lässt sich das im Analysenzertifikat, nicht im Produktnamen.
Wie wirkt CBD Öl?
CBD aktiviert den CB1-Rezeptor nicht direkt wie THC, sondern wirkt über andere Angriffspunkte im Endocannabinoid-System. Deshalb entsteht kein Rausch.
Wie schnell wirkt CBD Öl?
Sublingual, also unter der Zunge aufgenommen, setzt die Wirkung innerhalb von Minuten ein; geschluckt dauert es eher rund eine Stunde.
Wie nimmt man CBD Öl ein?
Details zur sublingualen und oralen Einnahme findest du im Abschnitt „Einnahme: sublingual, oral, als Tropfen“. Ergänzend gilt: Bei Vollspektrum CBD Tropfen lohnt sich fetthaltige Nahrung zur Einnahme, da Cannabidiol lipophil ist und sich so besser löst als in wässriger Umgebung.
Was kostet CBD Öl?
Der aussagekräftige Vergleichswert ist der Preis pro Prozentpunkt, nicht der Flaschenpreis. Die Rechnung dazu steht im Abschnitt „Was kostet CBD Öl?“.
Wo kann man CBD Öl kaufen?
Im spezialisierten Fachhandel und online, in verschiedenen Konzentrationen und Spektren.
Ist CBD Öl in Deutschland legal?
Die Rechtslage läuft auf zwei Ebenen: Cannabisrecht und Lebensmittelrecht. Details dazu liefert der Abschnitt „Ist CBD Öl in Deutschland legal?“. Entscheidend ist zusätzlich, ob ein Produkt als Aromaöl oder Kosmetikprodukt deklariert wird, da dies die rechtliche Einordnung im Regal beeinflusst.
Was ist der Unterschied zwischen CBD Öl und Hanföl?
Hanföl ist ein Speiseöl aus Hanfsamen, praktisch ohne Cannabinoide; CBD Öl wird aus Blüten und Blättern gewonnen und enthält Cannabidiol.
Quellen
- § 1 KCanG, Begriffsbestimmungen (Nutzhanf: höchstens 0,3 % THC) — Gesetze im Internet, Bundesministerium der Justiz — www.gesetze-im-internet.de
- Medizinisches Cannabis — Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Bundesopiumstelle — www.bfarm.de
- Fragen und Antworten zu den gesundheitlichen Risiken von hanfhaltigen Lebensmitteln und Futtermitteln — Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) — www.bfr.bund.de
- Hanf, THC, Cannabidiol (CBD) und Co — FAQ des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) — www.bvl.bund.de
- Verordnung (EU) 2015/2283 über neuartige Lebensmittel — EUR-Lex — eur-lex.europa.eu
- Verordnung (EU) 2021/2115, Art. 4 — Hanfflächen nur förderfähig bei einem THC-Gehalt von höchstens 0,3 % — EUR-Lex — eur-lex.europa.eu
- CBD-Öl: legal auf dem Markt? — Verbraucherzentrale — www.verbraucherzentrale.de
- Was ist CBD-Öl – und was bringt es? — Apotheken Umschau — www.apotheken-umschau.de
- Cannabidiol (CBD) Critical Review Report — WHO Expert Committee on Drug Dependence (ECDD), 2018 — www.who.int
- Millar et al. (2018), A Systematic Review on the Pharmacokinetics of Cannabidiol in Humans — Frontiers in Pharmacology — www.frontiersin.org
- Cannabidiol (CBD) — Drogenlexikon, drugcom.de (BZgA) — www.drugcom.de
- Kohlendioxid — kritische Temperatur und kritischer Druck, NIST Chemistry WebBook — webbook.nist.gov

















