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11-Hydroxy-THC (11-Hydroxy-Delta-9-Tetrahydrocannabinol, kurz 11-OH-THC) ist ein Metabolit, also ein Stoffwechselprodukt, von Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Es entsteht vor allem in der Leber durch Hydroxylierung und wird danach zur Tetrahydrocannabinol-Carbonsäure (THC-COOH) weiter abgebaut.
Hier bekommst du diese Abbaukette als roten Faden und die Abgrenzung zu CBD auf Molekülebene. Außerdem erfährst du, was THC-COOH-Werte im Blut überhaupt abbilden.
Hydroxylierung heißt, dass der Körper eine OH-Gruppe an das Molekül anhängt. 11-OH-THC kaufst du also nicht, dein Körper bildet es selbst aus Delta-9-THC. Eine Carbonsäure ist eine Verbindung mit COOH-Gruppe, daher das Kürzel THC-COOH.
| Stoff | Wo er entsteht | Rolle in der Kette |
|---|---|---|
| Delta-9-THC | Wird mit dem Konsum aufgenommen | Ausgangsstoff |
| 11-OH-THC | Vor allem in der Leber | Erster Metabolit, Zwischenstufe |
| THC-COOH | Beim weiteren Abbau im Körper | Abbauprodukt, das in Blutwerten auftaucht |
Der Begriff fällt vor allem bei Edibles. Beim Essen passiert THC zuerst die Leber, bevor es sich im Blut verteilt (First-Pass-Effekt). Beim Rauchen gelangt es dagegen über die Lunge direkt ins Blut.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
11-Hydroxy-THC entsteht durch Verstoffwechselung von THC, vor allem bei oraler Einnahme, und wird weiter zu THC-COOH abgebaut, das nicht psychoaktiv ist[4]. Bei der Blutentnahme konsumierten Cannabis spiegelt der THC-COOH-Wert eher zurückliegenden, die aktiven Stoffe eher kurzfristigen Konsum wider.
- Bei oraler Gabe steigen freies 11-OH-THC und THC-COOH-Konzentrationen stetig an, während THC dies nicht tut[3].
- 11-OH-THC gilt als das wichtigste aktive Stoffwechselprodukt nach oraler Cannabiseinnahme und wird als wirksamer als THC eingeschätzt[4], unabhängig davon, ob der Konsum einmalig, gelegentlich oder regelmässig erfolgt.
- Jedes Spliff-Produkt wird im Labor getestet, mit einem THC-Gehalt unter 0,3 % und 0 % bei Vapes und Pods; die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice.
Was ist 11-Hydroxy-THC?
11-Hydroxy-THC ist ein Stoffwechselprodukt von Delta-9-Tetrahydrocannabinol, das dein Körper selbst bildet, vor allem in der Leber. Dort wird das THC-Molekül hydroxyliert. Das entstandene 11-OH-THC ist nur eine Zwischenstufe: Es wird anschließend zur THC-Carbonsäure (THC-COOH) abgebaut, die nicht psychoaktiv ist[4].
Der lange Name ist eine Art Bauplan. „11-Hydroxy-Delta-9“ sagt dir, dass am Kohlenstoffatom Nummer 11 des Tetrahydrocannabinol-Gerüsts jetzt eine OH-Gruppe sitzt. „Delta-9“ markiert die Lage der Doppelbindung, die vom Ausgangsstoff übernommen wird.
Das Grundgerüst bleibt also ein Tetrahydrocannabinol, hydroxyliert an genau einer Stelle. Deshalb taucht in Fachtexten auch die Schreibweise 11-Hydroxy-Tetrahydrocannabinol auf, gemeint ist derselbe Stoff.
Wie entsteht 11-OH-THC im Körper?
Der Umbau läuft über die Leber: Kommt THC im Körper dort an, entsteht daraus 11-OH-THC, und die Leber verarbeitet diesen Metaboliten anschließend weiter zu THC-COOH[4]. Entscheidend für die Route ist, auf welchem Weg das THC überhaupt in den Körper gelangt.
- Gegessen (Edibles): Magen, Darm, Leber, erst danach der große Blutkreislauf. Der First-Pass-Effekt sorgt dafür, dass die Umwandlung zu 11-OH-THC früh einsetzt.
- Inhaliert (Joint, Vape): Lunge, Blutkreislauf und erst später die Leber. Delta-9-THC zirkuliert hier zunächst als Ausgangsstoff.
Am Ende landen beide Wege beim gleichen Abbauprodukt. Was sich unterscheidet, ist die Reihenfolge der Stationen, nicht die Chemie der Kette selbst.
Spannend wird es am Ende der Kette. THC-COOH bleibt länger im Körper als seine Vorstufen und ist deshalb der Stoff, um den es bei Blutwerten meistens geht.

Sind CBD und THC das Gleiche?
Nein. CBD (Cannabidiol) und THC sind zwei verschiedene Cannabinoide der Cannabis-Pflanze. Sie haben dieselbe Summenformel, ihre Atome sind aber anders verknüpft, deshalb sprechen Chemiker von Isomeren. 11-Hydroxy-THC entsteht ausschließlich aus THC: CBD ist kein Ausgangsstoff für diesen Metaboliten und folgt im Körper eigenen Abbauwegen.
Isomer heißt: gleiche Bausteine, anderer Aufbau. Stell dir zwei Modelle aus exakt denselben Steinen vor, die am Ende völlig unterschiedlich aussehen. Die Summenformel zählt nur die Atome, die Struktur entscheidet, welcher Stoff daraus wird.
Für die Abbaukette bedeutet das eine klare Trennung. Alles, was du über 11-OH-THC und THC-COOH liest, gehört zur THC-Seite. Bei oraler THC-Gabe stiegen in einer Untersuchung freies 11-OH-THC und THC-COOH stetig an, THC selbst dagegen nicht[3].
- THC: Ausgangsstoff der Kette Delta-9-THC → 11-OH-THC → THC-COOH.
- CBD: eigener Stoffwechsel, kein Vorläufer von 11-Hydroxy-THC und keine Quelle für die COOH-Stufe dieser Kette.
Wer bei Hanfprodukten auf die Wirkung achtet, sollte CBD und THC deshalb schon auf dem Etikett auseinanderhalten können. Es sind zwei Stoffe mit eigener Chemie, nicht zwei Varianten desselben Wirkstoffs.
Was sagen THC-COOH-Werte im Blut aus?
Bei einer Blutentnahme nach dem Konsum misst das Labor meist drei Stoffe: THC, 11-OH-THC und THC-COOH, die THC-Carbonsäure. Jeder Wert erzählt etwas anderes über den zeitlichen Abstand zum Konsum. THC und 11-Hydroxy-THC deuten auf kurz zurückliegenden Konsum hin, ein THC-COOH-Wert zeigt eher, was länger zurückliegt.
Warum bleibt THC-Carbonsäure länger im Körper als THC?
THC-COOH ist die Endstation der Abbaukette. THC und 11-OH-THC werden weiter umgebaut, die inaktive Carbonsäure dagegen muss der Körper nur noch ausscheiden. Deshalb hält sich die THC-COOH-Konzentration im Blut länger als die aktiven Stoffe davor.
Bei kurzfristig vor der Blutentnahme konsumiertem Cannabis tauchen alle drei Stoffe auf. Nach Edibles kommt 11-OH-THC als wichtigstes aktives Stoffwechselprodukt der oralen Einnahme ins Spiel[4]. Ob ein Stoff nur Stunden nachweisbar ist oder deutlich länger, hängt von Menge, Häufigkeit und Konsumform ab.
Labore und Gutachten ordnen THC-COOH-Konzentrationen deshalb nach Konsumgewohnheit ein: einmalig, gelegentlich oder regelmäßig. Dahinter steckt eine einfache Logik. Wer häufig Cannabis konsumiert, baut mehr Carbonsäure auf als jemand mit gelegentlichem Konsum, und ein gelegentlicher Konsument wiederum mehr als bei einem einzigen Mal.
Wie Behörden und Rechtsprechung einen bestimmten COOH-Wert bewerten, ist eine rechtliche Frage, die die zuständigen Fahrerlaubnisbehörden beantworten. Für die Praxis gilt eine klare Regel: Wer Cannabis konsumiert, setzt sich nicht ans Steuer.
THC Edibles: Welche Formate es bei Spliff gibt
Von den Blutwerten zurück zum Teller: Weil Edibles den Weg über die Leber nehmen, auf dem 11-Hydroxy-THC entsteht, entscheidest du bei der Wahl vor allem über Form, Gesamtgehalt und Packungsgröße. Bei Spliff gibt es dafür drei Darreichungsformen in zwei Größen.
| Format | Produkt | Gesamtgehalt laut Produktangabe | Packung |
|---|---|---|---|
| Bonbons | Magic Candy | Einzelformat | |
| Space Cake | Magic Brownie | Einzelformat | |
| Bonbons | Family Pack Magic Candy | THC | Großpackung |
| Schokolade | Family Pack Magic Sphere | THC | Großpackung |
Der eigentliche Unterschied liegt in der Textur. Bonbons und Schokolade kommen als einzelne, klar abgegrenzte Stücke, mit fruchtig-süßem Aroma bei den Candys und Kakaonote bei der Sphere. Der Brownie ist dagegen ein Gebäck, das als Ganzes in der Packung liegt.
Alle Milligramm-Angaben beziehen sich auf die gesamte Packung, nicht auf ein einzelnes Stück. Die Laboranalyse jeder Charge bekommst du auf Anfrage beim Kundenservice.
Fazit
Egal ob Bonbon, Space Cake oder Schokolade: Im Körper läuft bei jedem dieser Formate dieselbe Kette ab, Delta-9-THC → 11-Hydroxy-THC → THC-COOH. Wer diese drei Stationen kennt, versteht, warum ein Edible anders verstoffwechselt wird als ein Joint. CBD spielt in dieser Kette keine Rolle.
Der Kern in einem Satz: Das THC aus dem Edible ist der Ausgangsstoff, 11 Hydroxy THC die Zwischenstufe aus der Leber, die Carbonsäure das, was am längsten Spuren hinterlässt. Damit liest du jede Produktangabe und jeden Laborbefund mit anderen Augen.
Schreib uns dafür bitte einfach eine Mail.
Häufige Fragen
Was knallt mehr, THC oder CBD?
THC wirkt psychoaktiv, CBD folgt einem eigenen Stoffwechselweg und ist kein Vorläufer von 11-Hydroxy-THC. Das beim Konsum entstehende 11-OH-THC gilt als wirksamer als THC selbst[4], während die Endstufe THC-COOH nicht psychoaktiv ist[4]. CBD spielt in dieser Abbaukette keine Rolle.
Quellen
- Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), 11-Hydroxy-THC, and … – PMC — pmc.ncbi.nlm.nih.gov
- 11-Hydroxy-delta-9-THC — fr.wikipedia.org















